Prozesstermin gegen Mann bleibt Nach Leichenfund: So geht es weiter im Mordfall Karaffa

Daniela Karaffa Foto: AZ-Archiv

Die Vorbereitungen zum Mordprozess im Fall Karaffa laufen weiter. Das Gericht wartet die Ergebnisse der Laboruntersuchungen ab und entscheidet dann über eine Verlegung.

 

München - Das Schwurgericht hat über eine mögliche Verlegung des Termins, zu dem die Hauptverhandlung beginnen soll, noch nicht entschieden. Dies teilte die Gerichtssprecherin Andrea Titz auf Anfrage der Abendzeitung am Montagmittag mit.

Derzeit stehen noch verschiedene Ermittlungsergebnisse aus, so Titz. Das Gericht wird nach Bekunden des Vorsitzenden erst im Laufe der nächsten Tage - auch nach Besprechung mit den Verteidigern - über die weitere Vorgehensweise entscheiden.

Am Freitag war nach einem anonymen Hinweis die skelettierte Leiche der 36-Jährigen aus Pasing gefunden worden. Durch einen Vergleich des Zahnschemas wurde die Tote inzwischen  zweifelsfrei identifiziert.

Ihr Mann, Bülent A. (44) sitzt unterdessen weiter in Untersuchungshaft. Er ist wegen heimtückischen Mordes aus niederen Beweggründen angeklagt. Ihm droht eine lebenslange Haftstrafe.

Bülent A. verweigert seit Monaten jede Aussage. Er spricht nur mit seinem Verteidiger.

Der 44-jährige arbeitslose Elektriker dürfte inzwischen davon erfahren haben, dass die Leiche seiner Frau gefunden wurde. Im Gefängnis darf er Zeitungen lesen. Auch Radio und Fernsehen hat er zur Verfügung. Vermutlich hat ihn auch sein Anwalt inzwischen schon informiert.

In der Münchner Gerichtsmedizin läuft unterdessen die Auswertung der Spuren am Fundort der Leiche. Eine DNA-Analyse soll bis spätestens Ende der Woche vorliegen.

 

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