Prozess wirft Schlaglicht auf "Poser-Szene" Raser nach Unfall vor Gericht

Beschädigte Fahrzeuge stehen am 28.01.2017 in Mannheim (Baden-Württemberg). Ein sogenannter Autoposer hat bei einem Unfall in der Innenstadt seinen Sportwagen und weitere Autos beschädigt Foto: R.Priebe/Pr-Video/dpa

Vor einem Jahr sorgte in Mannheim ein Verkehrsunfall für Schlagzeilen, ein sogenannter Autoposer ohne Führerschein prallt mit einem Sportwagen gegen Autos und ein Haus. Jetzt beginnt die juristische Aufarbeitung des Falls.

 

Mannheim - Ein Autoposer ohne Führerschein löst mit einem Sportwagen in Mannheims Innenstadt eine Karambolage aus - rund ein Jahr nach dem Unfall beginnt der Prozess gegen den 23-Jährigen. Die Verhandlung am Donnerstag (9:00 Uhr) wirft ein Schlaglicht auf die "Poser-Szene" im Südwesten - damit bezeichnen die Behörden Autobesitzer, die mit aufheulenden Motoren an belebten Plätzen vorbeifahren, um mit ihren meist getunten Wagen anzugeben.

In dem Prozess wird dem Mann vorgeworfen, bei einer Nachtfahrt im Januar 2017 ohne gültigen Führerschein mit seinem Sportwagen gegen mehrere Autos sowie an Hausfassaden geprallt zu sein. Ein Mensch wurde verletzt, der Sachschaden betrug mehr als 25.000 Euro. Die Staatsanwaltschaft spricht von einer verkehrsgefährdenden und lärmintensiven Fahrweise und von überhöhter Geschwindigkeit. Im März 2017 war der Angeklagte erneut ohne Fahrerlaubnis erwischt worden. Der Prozess soll am 13. März fortgesetzt werden.

 

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