Prozess in München S-Bahnhof Taufkirchen: Vier Mal gegen den Kopf getreten

Der Angeklagte Carlo B. Foto: jot

Versuchter Totschlag: Im Stile eines Fußballers soll der Angeklagte (20) zugetreten haben.

München - Tatort Bahnsteig: Am S-Bahnhof Taufkirchen wurde ein Wanderer von einem jungen Mann ohne Grund aufs Heftigste beleidigt. Es kam zu einer Schlägerei, bei der das Opfer gegen den Kopf getreten wurde und schwere Verletzungen davon trug.

Der vorbestrafte Carlo B. (20, Name geändert) gibt zu, was ihm die Staatsanwaltschaft vorwirft, will sich aber mit Notwehr herausreden. Der damals 18-Jährige hatte am frühen Morgen des 28. August 2016 den ihm unbekannten Mann auf dem Bahnsteig gegenüber beleidigt. Der wollte sich das nicht gefallen lassen, überquerte die Gleise und schlug zwei Mal auf Carlo B. ein.

Bei der folgenden Prügelei geriet das Opfer in die Nähe der Bahnsteigkante. Der Bruder von Carlo B. zog ihn daraufhin zurück - der Mann kam zu Fall. Wie ein Fußballspieler soll Carlo B. dann drei Mal gegen dessen Kopf getreten haben. Das Opfer wurde ohnmächtig, lag regungslos auf dem Rücken.

Doch der betrunkene Schläger hatte noch nicht genug, sondern trat den bewusstlosen Mann noch einmal mit voller Wucht gegen den Kopf. Das Opfer erlitt unter anderem Prellungen des Schädels.

Carlo B. kümmerte sich nicht weiter um den verletzten Kontrahenten. Er stieg in die einfahrende S-Bahn, wollte fliehen. Sein Pech: Ein Polizist stand im Zug und nahm ihn fest.

Der Prozess wird fortgesetzt.

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