Prozess in München Lell gegen Fink: Streit um Luxus-Villa in Grünwald

Thorsten Fink (l) und Christian lell (r) streiten sich vor Gericht über Baumängel in einer Grünwalder Millionen-Villa. Foto: dpa

Von Mannschaftskameraden zu juristischen Gegnern: Die ehemaligen Bayern-Profis Christian Lell (31) und Thorsten Fink (48) streiten sich um 77 Baumängel bei einer Villa in München-Grünwald.

 

München – Als es mit der Fußball-Karriere nicht mehr so gut lief, verlegte sich Christian Lell auf den Immobilienhandel. Er spezialisierte sich auf Luxus-Objekte und verkaufte unter anderem seinem ehemaligen Vereinskameraden Thorsten Fink, mit dem er 2003/2004 beim FC Bayern kickte, eine Doppelhaushälfte in Grünwald.

Stolze 2,7 Millionen Euro kostete das Objekt. Doch schon kurz nach Finks Einzug gerieten die beiden Ex-Fußballer aneinander. Fink und ein von ihm engagierter Gutachter stellten sage und schreibe 77 Baumängel in dem Haus fest. Für Fink lautete die Konsequenz daher: Reduzierung des Kaufpreises.

310.000 Euro des Kaufpreises behielt er ein – und zog damit Lells Zorn auf sich. Als sich der Konflikt nicht außergerichtlich lösen ließ, traf man sich am Mittwoch zu einem Gütetermin vor dem Landgericht München. Dort schlug Lell vor, dass die Finks 250.000 Euro der noch ausstehenden Summe zahlen. Thorsten Finks Frau Silke hingegen bestand auf maximal 50.000 Euro Restzahlung.

Von gütlicher Einigung also keine Spur. Vermutlich wird nun das Gericht entscheiden müssen, ob und wenn ja wie stark der Kaufpreis aufgrund der Mängel reduziert werden darf. Der Hauptprozess wird wohl kommen.

 

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