Prozess gegen Turntrainer Missbrauchsverdacht weitet sich aus

Der wegen Missbrauchsverdacht angeklagte Turntrainer (29) soll bereits vor zehn Jahren auffällig geworden sein. 

 

München - Der zunächst nur bis Mitte Dezember geplante Missbrauchsprozess gegen einen Turntrainer zieht sich über den Jahreswechsel hin. Anlass sind Nachermittlungen, die das Landgericht zur Vergangenheit des 29-Jährigen angeordnet hat.

Wie es heißt, soll der Angeklagte bereits vor zehn Jahren einen jüngeren Mitschüler missbraucht und dabei auch ein Messer eingesetzt haben. Zu einer Strafverfolgung ist es damals nicht gekommen.

Dem Turntrainer wirft die Staatsanwaltschaft im aktuellen Prozess Missbrauch von drei anfangs sieben und acht Jahre alten Schülern ab 2006 bis Anfang 2012 im Umkleideraum der Turnhalle einer Münchner Hauptschule, in Freibädern und in der Wohnung des Angeklagten vor. Verunsicherte Eltern spekulierten, es könne sich beim Verein um den TSV Großhadern handeln. Dies ist nicht der Fall.

Der 29-Jährige hat zum Prozessauftakt seine Verfehlungen unter Ausschluss der Öffentlichkeit zugegeben und sich zu einer Therapie bereiterklärt. Gegen ihn wird die Verhandlung am 4. Januar mit einem psychiatrischen Gutachten fortgesetzt. Wohl wieder hinter geschlossenen Türen.

 

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