Prozess gegen Schottdorf Staatsanwaltschaft fordert viereinhalb Jahre Haft

Im Prozess um den Laborarzt Bern Schottdorf fordert die Staatsanwaltschaft viereinhalb Jahre Haft für Schottdorf und seine Frau. An Montagnachmittag werden die Plädoyers der Verteidiger erwartet, am Mittwoch soll das Urteil fallen.

 

Augsburg - Im millionenschweren Betrugsprozess gegen das Laborunternehmer-Paar Schottdorf hat die Staatsanwaltschaft für beide Angeklagte je viereinhalb Jahre Haft gefordert. Laborarzt Bernd Schottdorf (75) sei Planer des gewerbsmäßigen Betruges in 124 Fällen gewesen, seine 61 Jahre alte Ex-Ehefrau Gabriele Schottdorf habe dies dann umgesetzt, sagte Staatsanwältin Simone Bader am Montag vor dem Landgericht Augsburg. Noch am Montagnachmittag sollten die Verteidiger ihre Plädoyers halten, das Urteil ist für Mittwoch geplant.

Kassensystem soll Schaden von knapp 13 Millionen Euro erlitten haben

Der 75 Jahre alte Laborarzt Bernd Schottdorf und seine 61 Jahre alte Ex-Ehefrau Gabriele Schottdorf sind angeklagt, weil sie Laborleistungen im Wert von knapp 79 Millionen Euro zu hoch abgerechnet haben sollen. Dem Kassensystem soll dadurch ein Schaden von fast 13 Millionen Euro entstanden sein. Das Dienstleistungs-Unternehmen der Schottdorfs soll nach Ansicht der Staatsanwaltschaft deswegen auch zu einer Geldbuße von rund 15,8 Millionen Euro verurteilt werden.

 

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