Prozess gegen Busfahrer Sieben-Jährige mehrmals im Bus missbraucht?

Der angeklagte Busfahrer im Gerichtssaal. Foto: jot

Ein 53-jähriger Busfahrer soll sich mehrmals an einem sieben Jahre alten Mädchen vergangen haben. Er selbst ist sich jedoch keiner Schuld bewusst. "Ich habe sie nicht angefasst", sagt er vor Gericht.

 

München - Der Vater der heute zehnjährigen Carla (Namen geändert) tritt in dem Prozess gegen Hans R. (53) als Nebenkläger auf. Eine ganz schwere Rolle. Muss er sich doch aus dem Mund der Staatsanwältin noch mal anhören, was der Busfahrer seiner Tochter angetan haben soll. Er muss auch mitanhören, dass sich der 53-Jährige keiner Schuld bewusst ist: "Ich habe sie nicht angefasst."

Die Anklage: Hans R. soll im Frühjahr 2015 in fünf Fällen das damals siebenjährige Mädchen, das auf der Fahrt von der Schwabinger Schule in ihren Heimatort im Kreis Dachau sein einziger Fahrgast war, aufgefordert haben, neben ihm auf dem Beifahrersitz Platz zu nehmen.

Während er noch fuhr und mit der linken Hand steuerte, hat er dann laut Anklage das Mädchen mit der rechten Hand im Schambereich angefasst. Dabei sei er auch mit einem Finger bei dem Kind eingedrungen, habe bei dem Mädchen Schmerzen und Blutungen verursacht.

Richterin regt ein Rechtsgespräch an

Der Vorsitzenden Richterin Regina Holstein kommen schon bei den Fragen nach seinen persönlichen Verhältnissen Zweifel, ob sie der Angeklagte immer mit der Wahrheit bedient. Sie regt ein Rechtsgespräch an. Wohl auch, um dem Kind peinliche Fragen zu ersparen, wird dort ausgelotet, ob der Mann zu einem Geständnis bereit ist.

Doch das Gespräch der Prozessbeteiligten fällt so kurz wie ergebnislos aus. Der Verteidiger des Busfahrers erklärt, dass sein Mandant auf seiner Unschuld beharre. Wie er das im Übrigen von Anfang an getan habe. Carla wird sich den Fragen stellen müssen.

Der Prozess wird fortgesetzt.

 

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