Prozess am Landgericht Wegen Wahl: Die Rebellion der Dobermann-Herrchen

Der Präsident: Hans W. (linkes Bild) und einer von fünf Klägern, Manfred K. mit der Vereinszeitschrift. Foto: jot

Bei der Vorstandwahl des Hundevereins soll es zu Unregelmäßigkeiten gekommen sein. Jetzt hat der Richter das Wort.

München - Sie sind aus Niedersachsen, aus Nordhessen, Thüringen und Westfalen nach München gekommen, um ihrer Klage Nachdruck zu verleihen. Fünf Mitglieder des deutschen Dobermann-Vereins (2.000 Mitglieder), der sich um Zucht und Haltung der Hunderasse kümmert, proben den Aufstand gegen ihren Münchner Präsidenten. Der Grund: Die letzte Vorstandswahl des Vereins soll manipuliert worden sein. Das soll das Landgericht feststellen.

Im Lager des Vereinspräsidenten Hans W. gibt man sich vor der Verhandlung gestern gelassen: "Das kennt man ja schon, dass manche Mitglieder gerne solange wählen würden, bis ihnen das Ergebnis passt."

Prozess um Hundeverein: Urteil soll am 26. Juli fallen

Die Kläger glauben aber, dass unter anderem Protokolle nachträglich frisiert wurden, um bei der letzten Jahreshauptversammlung das erwünschte Wahlergebnis zu ermöglichen.

Der Anwalt des Präsidenten widerspricht. Und der Richter schlägt vor, dass man die Versammlung doch der Einfachheit halber wiederholen könne, um etwaige Mängel zu heilen. "Käme das für Sie in Frage", fragt er den Präsidenten. "Nein", lautet die kurze, aber eindeutige Antwort.

Die Verhandlung ist damit nach gut fünf Minuten beendet. Das Landgericht wird am 26. Juli entscheiden wie es mit der Dobermann-Revolution weitergehen soll.

 

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