Protest der Milchbauern Bulldog-Parade am Odeonsplatz

Die Staffelfahrt der Milichbauern findet am Dienstag ihren Abschluss bei der Demo am Odeonsplatz Foto: Carolin Fröhlich

Tausende Bauern demonstrieren am Dienstagvormittag gegen die niegrigen Milchpreise. Mit hunderten Traktoren rollen sie über die Ludwigstraße an. Die Demo ist der Höhepunkt einer bundesweiten Staffelfahrt. Die AZ-Bilderstrecke:

Odeonsplatz - "CSU und TTIP brechen uns Bauern das Genick" steht in riesigen Lettern auf einer Plane die an einem Bulldog hängt. Wie wütende Stiere ziehen die Milchbauern heute Vormittag mit ihren Landmaschinen gen Innenstadt.

Untätigkeit wirft der Bund deutscher Milchbauern (BDM) dem Landwirtschaftsminister Christian Schmidt vor. Der Verband verlangt, die Milchquotenregelung, die zum 31. März ausgelaufen ist, wieder einzuführen. In Bayern kommen die Milchbauern auf rund 33.000 Betriebe. Seit rund einem Jahr zahlen die Molkereien ihnen rund zehn Cent weniger pro Liter.

Die Überproduktion im EU-Raum soll verboten werden um die Talfahrt der Milchpreise zu beenden. 40 Cent pro Liter soll nach Vorstellung des BDM die abolute Untergrenze sein. Der Milchpreisverfall schade nicht nur den Bauern und ihren Kühen sondern dem gesamten ländlichen Raum, so die Warnung des BDM.

Die Wut richtet sich vor allem gegen Bundeskanzlerin Merkel, Agrarminister Schmidt und Ministerpräsident Horst Seehofer. "Wer Bauern quält wird nicht gewählt", schreibt ein Bauer auf seinen Bulldog.

Die Demo am Odeonsplatz ist der Abschluss einer Sternfahrt, an der Bauern aus dem gesamten Bundesgebiet teilgenommen haben.

 

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