Projekt "München 21" So sticht der FC Bayern europäische Rivalen aus

Wahnsinns-Offerten für Mats Hummels (Zweiter von links) und Renato Sanches (rechts) von der Insel sowie ein Angebot über 100 Millionen Euro für Thomas Müller von Manchester United (Zweiter von rechts). Mit Xabi Alonso (links) verhandelt der FC Bayern hart. Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Der FC Bayern stellt die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft. Inzwischen sind zehn Leistungsträger mindestens bis 2020 an den Rekordmeister gebunden. Die internationale Konkurrenz hat das Nachsehen.

München - Ein Angebot über 100 Millionen Euro für Thomas Müller von Manchester United, Wahnsinns-Offerten für Mats Hummels und Renato Sanches von der Insel, äußerst lukrative Anfragen aus Spanien für Robert Lewandowski und David Alaba - doch der Sieger im Poker um die umworbenen Stars mit den Großklubs FC Barcelona, Real Madrid, Manchester City oder ManUnited hieß immer FC Bayern.

Der deutsche Rekordmeister wehrte im Kampf um sein ehrgeiziges Projekt "München 21" zuletzt alle Angriffe der zahlungskräftigeren Konkurrenz aus der Premier League und der Primera División ab. "Der FC Bayern ist ein Käufer-Verein, kein Verkäufer-Verein", hatte Präsident Uli Hoeneß bereits vor zwei Jahren betont.

Eine These, die in München trotz der immensen finanziellen Mittel, die insbesondere die Vereine aus England dank der TV-Milliarden zur Verfügung haben, mehr denn je gilt.

Längst hat der deutsche Rekordmeister die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft gestellt. Nachdem Torjäger Lewandowski, den die Königlichen aus Madrid liebend gerne verpflichtet hätten, am Montag vorzeitig um zwei weitere Jahre bis 2021 verlängert hat, stehen schon acht Leistungsträger noch mindestens viereinhalb Jahre bei den Bayern unter Vertrag.

Neben Lewandowski sind dies die Weltmeister Manuel Neuer, Müller, Jerome Boateng und Hummels sowie Alaba, Javi Martínez und Renato Sanches. Der 19 Jahre alte Portugiese, der als größtes Talent Europas gilt, war von zahlreichen Klubs gejagt worden - das Rennen machten die Bayern.

Auch Douglas Costa, Joshua Kimmich (beide bis 2020), Thiago, Arturo Vidal und Juan Bernat (alle bis 2019) sind langfristig gebunden.

Eine Tatsache, die Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge mit viel Stolz erfüllt. "München ist eine perfekte Stadt für einen Fußballprofi, hier haben die Menschen Respekt, alles passt", sagte der Spanier Martínez unlängst nach seiner Vertragsverlängerung über die viel gepriesene Bayern-Familie.

Xabi Alonso: Weniger Gehalt, weniger Spiele?

Er sei davon überzeugt, "dass beim FC Bayern auch in den nächsten Jahren sehr erfolgreich Fußball gespielt werden kann", begründete Müller seine Entscheidung gegen England.

Franck Ribéry bleibt den Bayern, die er gerne als seine "Heimat" und "große Liebe" bezeichnet, ebenso noch ein Jahr erhalten. Auch bei Superstar Arjen Robben geht die Tendenz in Richtung Vertragsverlängerung. Der Kontrakt des 32-Jährigen läuft im Sommer aus. Beide Seiten hatten sich zuletzt immer wieder ihrer Wertschätzung versichert.

Sieben Verträge enden 2017. Neben Robben bei Xabi Alonso, Rafinha, Holger Badstuber, Tom Starke, Julian Green und Kingsley Coman. Beim von Juventus Turin ausgeliehenen Franzosen besitzen die Münchner eine Kaufoption in Höhe von 21 Millionen.

 

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