Produzenten halten an Projekt fest RTL will Hitler-Serie doch nicht ausstrahlen

Die jungen Jahre Adolf Hitlers sollen verfilmt werden. Der Kölner Sender RTL war zunächst sehr interessiert, hat nun aber doch abgelehnt. Die Serie soll trotzdem produziert werden.

 

Eigentlich wollte RTL die Biografie "Hitlers erster Krieg" des Historikers Thomas Weber als vierteilige Serie umsetzen. Doch diesen Plan hat der Kölner Sender nun verworfen. Programmgeschäftsführer Frank Hoffmann erklärte im Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", sich von der Hitler-Serie verabschiedet zu haben. Für ihn stehe zwar außer Frage, dass eine Verfilmung der jungen Jahre Adolf Hitlers hochinteressant sei. Doch man wolle anderen Projekten den Vortritt lassen. "Serien, die die Interessen unserer Zuschauer und die des Senders noch besser auf einen Nenner bringen", wird Hoffmann zitiert.

Beerdigt ist das Projekt damit aber noch nicht. Denn die Produktionsfirma Ufa Fiction will an der Hitler-Serie festhalten, wie sie mitteilte. Die Produzenten Benjamin Benedict und Joachim Kosack seien "nach wie vor von der Wichtigkeit, Notwendigkeit und Qualität sehr überzeugt". Ufa Fiction werde "die Produktion nun verstärkt in einer internationalen Koproduktion aufbauen und auch gezielt Dienstleister großer internationaler Plattformen ansprechen". Das Vorhaben werde "ohne jeden Abstrich mit gleicher Energie weiterverfolgt".

In dem Buch "Hitlers erster Krieg", das der geplanten Serie als Vorlage dient, wird die Geschichte von Hitlers Aufstieg kritisch beleuchtet.

 

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