Produzent will Zeichen gegen Filmpiraterie setzen "The Expendables 3": Millionen Downloader im Visier

Produzent Avi Lerner (r.) mit "The Expendables"-Star Sylvester Stallone Foto: Todd Williamson/Invision/AP

Wer den Kinostart von "The Expendables 3" nicht abwarten konnte und sich den Film vorher aus dem Netz gesaugt hat, darf sich demnächst womöglich über Post von der Produktionsfirma "freuen". Denn die will sich jeden einzelnen Downloader vorknöpfen.

 

Wenn es um Filmpiraterie geht, geben sich die Macher von "The Expendables 3" mindestens so kämpferisch wie die alternden Actionhelden im Film. Produzent Avi Lerner (66, "Olympus Has Fallen") will sich die illegalen Downloader des Streifens vornehmen. Und zwar jeden einzelnen: "Das waren zehn Millionen Leute, die den Film gestohlen haben", sagt Lerner dem Branchenmagazin "Variety". "Und hinter diesen zehn Millionen sind wir her."

Tatsächlich gegen einzelne Downloader vorzugehen ist ein mühsames Unterfangen, vor dem die meisten Filmstudios zurückschrecken - auch aus Imagegründen. Für Lerner sind das jedoch "Feiglinge". 550.000 Filmdiebe hätten bereits Post von seiner Firma Millenium Films bekommen, und es lägen einige Millionen weiterer IP-Adressen vor. In den Briefen werde den Download-Sündern demzufolge angeboten, die Sache durch eine außergerichtliche Entschädigung zu klären, andernfalls droht ihnen ein Prozess.

"The Expendables 3" hatte an den Kinokassen deutlich schlechter abgeschnitten als seine Vorgänger, wofür die geleakte Version verantwortlich gemacht wird, die schon vor dem Start im Internet aufgetaucht war. Neben dem Ausgleich für die finanziellen Verluste ist es Lerner vor allem wichtig, ein Zeichen gegen den Diebstahl von geistigem Eigentum zu setzen: "Wir wollen das stoppen", so der Produzent. "Wir wollen der Welt zeigen, dass man für das Herunterladen eines Filmes bestraft werden kann."

 

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