Probleme bei der Rettungsgasse Schnee-Chaos und Sommerreifen: Stau auf der A8

, aktualisiert am 29.12.2017 - 13:29 Uhr
Bilder vom Donnerstagabend: Der Verkehr staut sich auf der A8. Foto: fib/FDL

Chaos am Donnerstagabend auf der A8 im Berchtesgadener Land: Wegen Schnee und Glätte ist es auf der Autobahn zu einem Stau gekommen – einige Autofahrer nutzten die gebildete Rettungsgasse, um nach vorne zu gelangen.

Bad Reichenhall - Schneefälle haben im Berchtesgadener Land zu erheblichen Verkehrsproblemen geführt. Wie die Polizei am Freitagmorgen mitteilte, kam es wegen der Schneefälle besonders auf der A8 zwischen Bad Reichenhall und der Anschlussstelle Teisendorf zu starken Behinderungen. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand.

Einige Autos ohne Winterreifen unterwegs

In Fahrtrichtung München blieben bei dichtem Schneetreiben demnach mehrere Fahrzeuge liegen. Besonders Lastwagen und Autos ohne Winterreifen blieben stecken und wurden für nachfolgende Autos zur Barriere. Viele Lastwagen standen quer auf der Fahrbahn, hieß es. So blieben die Versuche der Einsatzkräte, den Verkehr wieder in Gang zu bringen, nach eigenen Aussagen, zunächst erfolglos. Zeitweise staute sich der Verkehr vom Angerer Berg bis zum Knoten Salzburg. Weil auf der etwa fünf Kilometer langen Staustrecke kein Räumdienst eingesetzt werden konnte, blieben einige Fahrzeuge immer wieder beim Anfahren hängen.

Wieder einmal gab es Probleme bei der Rettungsgasse: Zunächst wurde diese laut Polizei noch "sehr gut gebildet". Dann hatten es einige Autofahrer allerdings besonders eilig und versuchten, über die gebildete Gasse nach vorne zu gelangen. "Letztlich wurde so der Einsatz von Hilfskräften wieder erschwert und die Gesamtsituation erheblich verschlechtert", so die Polizei.

Gegen 1:30 Uhr konnte die Autobahnmeisterei den betroffenen Bereich räumen und streuen. Erst dann habe sich die Lage langsam entspannt, teilte die Polizei mit.

Schnee nur von kurzer Dauer

Bis zum Freitag fielen nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) im Fichtelgebirge bis zu 20 Zentimeter und im Allgäu bis zu einem halben Meter Neuschnee. Die weiße Pracht ist allerdings nicht von Dauer.

"Der Schnee wird recht schnell wieder verschwinden", sagte ein DWD-Sprecher am Freitag. An Silvester könne es bis zu 15 Grad warm werden. Winterlich bleibe es dann nur in allerhöchsten Lagen. In Franken rechneten die Meteorologen zum Jahreswechsel mit Regen und Sturmböen mit bis zu 90 Stundenkilometern. Der DWD warnte auch vor starkem Tauwetter im Allgäu. Dort seien ab Samstag 70 Liter Regen pro Quadratmeter möglich. (Weitere Infos zum Wetter finden Sie hier in einem gesonderten Artikel)

Lawinengefahr in den Alpen

Erhebliche Lawinengefahr herrschte in den gesamten bayerischen Alpen. Der Lawinenwarndienst Bayern meldete am Freitag die Warnstufe drei von fünf. Tourengeher sollten am Silvester-Wochenende wegen starker Temperaturschwankungen abseits gesicherter Pisten vorsichtig sein, rieten die Experten. (Mehr Infos dazu hier)

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