"Primitive Beleidigungen" Campino streitet sich mit FPÖ-Politiker Strache

Campino hat offenbar wenig für FPÖ-Politiker Strache übrig Foto: ddp images

Punker gegen Politiker: Campino und der österreichische Rechtspopulist Heinz-Christian Strache werden in diesem Leben sicher keine Freunde mehr. Campino wetterte auf einem Benefizkonzert gegen den FPÖ-Mann, der giftete wiederum auf Facebook zurück.

Wien - Auf dem "Voices for Refugees"-Benefizkonzert in Wien fand Tote-Hosen-Sänger Campino ("Ballast der Republik") deutliche Worte für den FPÖ-Parteichef Heinz-Christian Strache. Ein lautes "Fuck!" zum Beispiel. "Lasst euch diese bunte Stadt nicht von diesem Karl-Heinz wegnehmen!", rief Campino hunderttausenden von Konzertbesuchern Berichten zufolge zu. Dazu waren die Gitarren der Band mit Stickern, die Straches durchstrichenes Gesicht zeigten, verziert.

Außerdem forderte Campino den Rechtspopulisten auf, die Hosen-Hymne "Tage wie diese" nicht mehr im Wahlkampf zu verwenden: "Herr Strache. Unterlassen Sie das! Dieses Lied ist nicht für Sie geschrieben!"

"Primitive Beleidigungen"

Die Antwort Straches folgte wenig später auf Facebook: "HC Strache antwortet Campino", kündigte er an. "Primitive Beleidigungen und Beschimpfungen sind die Argumente jener, welche über keine Argumente verfügen und denen auch offensichtlich das Niveau dafür fehlt." Dazu machte Strache sich über die unterschiedlichen Angaben zur Teilnehmerzahl der dem Konzert vorausgehenden Demonstration lustig: Während die Polizei die Demo-Teilnehmer mit 20.000 beziffert, ist in anderen Berichten von bis zu 150.000 die Rede. Die Differenz lässt sich allerdings dadurch erklären, dass das Abschlusskonzert offenbar deutlich mehr Menschen anlockte als die Demonstration selbst, wie auch mehrere Nutzer in den Kommentaren zu Straches Posting anmerkten.

Ansonsten streiten sich unter dem Beitrag seitdem FPÖ-Anhänger mit Hosen-Fans und anderen Linken. Die Zahl der Kommentare nähert sich dadurch rasant der Tausendermarke.

 

 

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