Pride-Week in München Ampeln stehen auf Toleranz – und sollen länger bleiben

Wird bald in der Isarvorstadt zu sehen sein: Ein schwules Ampelpärchen. Foto: Martha Schlüter/az

Während der Pride-Week stehen in München sogar einige Verkehrszeichen auf Toleranz: Ab 6. Juli werden entlang der Route der CSD-Politparade 56 Ampeln umgerüstet – womöglich auf Dauer.

 

Ob man gehen darf oder stehenbleiben muss, zeigen dann an sechs Kreuzungen von Blumen-, Cornelius-, Pestalozzi-, Müller-, Reichenbach- und Frauenstraße dann verliebte „Ampelpärchen“.

Einige davon stellen heterosexuelle, andere homosexuelle und lesbische Paare dar – völlig gleichberechtigt nebeneinander. „Die Ampeln sind im öffentlichen Raum, Teil des täglichen Stadtlebens und transportieren so auf sehr humorvolle Art das Thema Gleichstellung von Lebensweisen in die Mitte der Gesellschaft“, sagt Grünen-Stadträtin Lydia Dietrich.

In Wien, wo diese Idee anlässlich von Lifeball, Eurovision Song Contest und Regenbogenparade entstand, sind die Ampelpärchen mittlerweile zur Dauereinrichtung geworden. In München sollen sie am 13. Juli wieder entfernt werden. Ein „bisschen absurd“ nennt Stadtrat Thomas Niederbühl dieses Vorhaben. Einerseits aus Kostengründen. Schließlich gibt die Stadt für die Ampelpärchen 10 000 Euro aus. Und außerdem, „weil die Begründung für die Installation der Ampelpärchen nicht mit dem CSD endet“.

Grüne und Rosa Liste haben deshalb am Dienstag im Münchner Stadtrat beantragt, die leuchtenden Verliebten auch weiterhin den Straßenverkehr regeln zu lassen.

 

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