Pressekonferenz des FC Bayern Guardiola: Mit dem Kopf schon bei Manchester

"Mein Ziel ist es, im Sommer jeden Tag Deutsch zu lernen." Sagt Bayern-Trainer Pep Guardiola. Foto: dpa

"Von Spiel zu Spiel denken" - Solche Fußball-Floskeln hat Bayern-Coach Pep Guardiola bei der PK vor dem Derby gegen Augsburg nicht gewählt. Alle wissen: Bayern ist im Champions-League-Modus.

 

München – Das bayerischen Bundesliga-Derby gegen den FC Augsburg kommt für Bayern München zur Unzeit – beim Triplesieger ist schon jetzt alles auf das bevorstehende Viertelfinal-Rückspiel gegen Manchester United ausgerichtet. "Die Bundesliga ist für uns vorbei. Unser Ziel ist nächsten Mittwoch, ist die Champions League, da geht es um unsere große Zukunft", sagte Trainer Pep Guardiola vor der Partie am Samstag (15.30 Uhr/ Sky) in Augsburg.

Es würde ihm "leid tun. Das Spiel in Augsburg ist wichtig, aber das Spiel gegen Manchester ist wichtiger. Mein Kopf ist schon bei dem Spiel", räumte Guardiola offen ein. Gegen die Red Devils werde der FC Bayern, der bereits als deutscher Meister feststeht, sein "bestes Niveau zeigen, damit wir uns unseren Traum vom Halbfinale erfüllen".

Um für Manchester gerüstet zu sein, werde er in Augsburg auch "ein bisschen bei der Aufstellung und beim Kader wechseln. Wir können etwas probieren", kündigte der Bayern-Coach an. Sechs Veränderungen in der Startaufstellung im Vergleich zum jüngsten 1:1 in Manchester sind möglich.

Seit 53 Spielen sind die Bayern in der Liga ungeschlagen. Die jüngste Siegesserie war jedoch beim 3:3 gegen Hoffenheim am vergangenen Wochenende nach zuvor 19 Erfolgen gerissen. Zudem hatte es das Remis bei United gegeben. Ob ihn dies nachdenklich stimmen würde, wurde Guardiola am Freitag gefragt: "Nein, das ist normal. Unsere Serien sind nicht normal."

Verzichten muss Guardiola auf Thiago (Innenbandverletzung am Knie) und Diego Contento (Bänderverletzung im Sprunggelenk) sowie Rekonvaleszent Holger Badstuber.

Dass die Münchner in der Liga die Zügel schleifen lassen, glaubt Augsburgs Manager Stefan Reuter, einst selbst Profi beim FC Bayern, indes nicht. "Die Bayern machen einen sehr guten, sehr konzentrierten Eindruck", sagte der Weltmeister von 1990. Es sei nachvollziehbar, "warum soviele Mannschaften in dieser Saison vergeblich versucht haben, die Bayern zu schlagen. Wir werden trotzdem versuchen, vielleicht ein Pünktchen zu holen."

 

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