Preisschock Strompreise steigen ab Januar noch mehr

Plus 13,80 Euro für den Normalhaushalt: Die Netzgebühren belasten Kunden künftig stärker.

 

München - Mit 60 Euro Mehrkosten müssen die Bewohner von Durchschnitts-Haushalten ab 2013 rechnen – allein wegen der Vergütung, die Ökostrom-Anbietern gezahlt wird. Damit nicht genug: Auch die Netzgebühren steigen, zum Teil sogar um 23 Prozent, berichtet der Öko-Versorger „Lichtblick“.

Bei den Münchner Stadtwerken würde die Steigerung gut zehn Prozent betragen, heißt es – bei einem Verbrauch von 3000 Kilowattstunden sei dies gleichbedeutend mit einer Mehrbelastung von 13,80 Euro pro Jahr. Dies müssten sowohl die Kunden von Fremdanbietern als auch Stadtwerke-Kunden bezahlen.

Dem Bioversorger Lichtblick sind diese Gebühren ein Dorn im Auge. Er muss sie (wie alle anderen Anbieter) auf den eigentlichen Preis für den Strom draufschlagen. „Das Stromnetz ist ineffizient und zu teuer“, schimpft Lichtblick-Boss Heiko von Tschischwitz. Der Staat garantiere den Netzbetreibern unnötigerweise eine Rendite von satten neun Prozent und verlange kaum Investitionen in die Wirtschaftlichkeit. Gerade mal um 1,25 Prozent im Jahr müssten die Netze wirtschaftlicher werden. Das Resultat: „Überhöhte Monopolrenditen“ ohne Risiko.

 

0 Kommentare