Präsidentenwahl am Freitag "13 Höslwanger"-Chef zum Hoeneß-Comeback

Hans Gehrlein, Chef des legendären Bayern-Fanklubs "13 Höslwanger", zusammen mit Uli Hoeneß (kleines Foto). Foto: dpa/augenklick

Hans Gehrlein, der Chef des Bayern-Fanklub "13 Höslwanger", über die Präsidentenwahl.

 

München - Am Freitagabend steht die Jahreshauptversammlung des FC Bayern im Audi Dome an. Mit dabei: Hans Gehrlein, Chef des legendären Bayern-Fanklubs "13 Höslwanger". Wie er über die Wiederwahl von Uli Hoeneß zum Präsidenten denkt, erklärt er im AZ-Interview.

AZ: Herr Gehrlein, wie groß ist bei den 13 Höslwangern die Vorfreude, dass Uli Hoeneß am Freitag wieder zum Präsidenten gewählt wird?
HANS GEHRLEIN:
Ich denke, die allermeisten Bayern-Fans freuen sich, dass er zurückkehrt. So ist es auch bei uns.

Werden Sie bei der Mitgliederversammlung vor Ort sein im Audi Dome?
Ja klar. Als Mitglied ist das ja quasi eine Pflichtveranstaltung. Da werden ganz viele von uns kommen, ich schätze mal so um die 50 Leute.

Was hat dem FC Bayern ohne Uli Hoeneß an der Spitze gefehlt?
Ich sage es mal so: Sportlich und bei der Führung des Vereins hat sicher nichts gefehlt, das haben seine Nachfolger auch wirklich super gemacht. Die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft des FC Bayerns sind gestellt.

Aber?
Das Gesicht des Vereins hat gefehlt, Uli Hoeneß ist der Macher des Vereins, ihn verbindet man so stark mit dem FC Bayern wie sonst keinen. Das war schon ein komisches Gefühl die Zeit ohne ihn. Deshalb freut man sich umso mehr, dass man ihn wieder sieht, dass er wieder eine wichtige Aufgabe beim FC Bayern hat. Das braucht der Verein.

Wird Hoeneß nach der Wahl wieder genau so wichtig und vor allem genauso mächtig sein wie vor seiner Zeit in Haft?
Ob er nochmal das ganz große Schwergewicht sein wird, weiß ich nicht. Das muss man abwarten. Aber der FC Bayern braucht auf jeden Fall einen starken Präsidenten, und das ist Uli Hoeneß.

Hoeneß hat angekündigt, sich auch in Zukunft öffentlich nicht zurückhalten zu wollen, die „Abteilung Attacke“ kehrt zurück. Ist das aus richtig aus Ihrer Sicht?
Ja, auf jeden Fall. Wenn Uli Hoeneß sieht, dass etwas falsch läuft, soll er das auch weiterhin klar ansprechen dürfen. Das ist ja auch genau das, was uns an ihm so gut gefällt.

Wie denkt man denn als Fan über Hoeneß’ großen Fehler, die Steuerhinterziehung, die ihn hinter Gitter gebracht hat?
Bei Bayern hat er ja nichts falsch gemacht. Er hat immer alles für den Verein gegeben, das ist sein Herz. Deshalb ist er ja ein super Präsident. Karl Hopfner hat das auch super gemacht, aber Hoeneß ist nochmal eine Marke größer.

Wie emotional wird es am Freitag – für Hoeneß und die Bayern-Mitglieder?
Sehr, glaube ich, besonders für den Herrn Hoeneß selbst. Ich denke, es tut ihm einfach unheimlich leid, was er damals gemacht hat. Und deshalb wird ihm der Zuspruch der Leute bei der Jahreshauptversammlung sehr gut tun.

 

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