Präsident tritt kürzer Edmund Stoiber: Hoeneß-Rückzug "ein epochaler Schritt" für den FC Bayern

Langjährige Weggefährten beim FC Bayern: Uli Hoeneß (li.) und Edmund Stoiber Foto: GES/Augenklick

Der FC Bayern ohne Uli Hoeneß - für Edmund Stoiber noch immer unvorstelltbar. "Ohne ihn geht es ja nicht", sagt das Aufsichtsratsmitglied des FC Bayern und spricht von einem "epochalen Schritt".

 

München- Aufsichtsratsmitglied Edmund Stoiber kann sich einen FC Bayern München ohne Uli Hoeneß gar nicht richtig vorstellen. "Ohne ihn geht es ja nicht", sagte der frühere bayerische Ministerpräsident am Sonntag im Fußball-Talk "Doppelpass" des TV-Senders Sport1. Hoeneß sei eine "Institution", "Herz", "Seele" und "Kopf" des Vereins.

Der 77-jährige Stoiber glaubt auch nicht an einen totalen Rückzug von Hoeneß, der auf der Mitgliederversammlung des deutschen Meisters am 15. November nicht mehr als Präsident kandidieren wird und auch den Vorsitz des Aufsichtsrates anschließend an seinen designierten Nachfolger Herbert Hainer (65) abgeben will.

"Er wird noch viel vom alten Leben erleben", sagte Stoiber, der darauf hinwies, dass Hoeneß als einfaches Mitglied im Aufsichtsrat verbleiben will. Bis November 2023 gilt sein Mandat.

Hoeneß-Zwist mit Rummenigge? Stoiber relativiert

Die Zeit nach Hoeneß werde für den deutschen Rekordmeister "ein epochaler Schritt, aber er wird gelingen", sagte Stoiber, der auch Vorsitzender des Verwaltungsbeirates des FC Bayern ist.

Seine jüngsten Aussagen zu "Zwistigkeiten" zwischen Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge wegen des Trainers Niko Kovac relativierte Stoiber. "Sie haben alle Entscheidungen gemeinsam getroffen und sie durchgetragen", sagte der ehemalige bayerische Ministerpräsident. Von einem Streit könne "natürlich nicht" die Rede sein.

Ende 2021 wird der ehemalige Nationaltorhüter Oliver Kahn zudem an der Spitze des Vorstandes Rummenigge (63) ablösen, die zweite große Führungsfigur neben Hoeneß beim FC Bayern.

 

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