Präsident des TSV 1860 Mayrhofer sauer nach Berichten über Genussrechte-Deal

Löwen-Präsident Gerhard Mayrhofer ist nicht begeistert, dass der Zahlentrick an die Öffentlichkeit gelangt ist. Foto: sampics/AK

Investor Hasan Ismaik hat die Löwen mit einem Zahlentrick vor einer Strafzahlung an die DFL bewahrt. Eigentlich ein Grund zur Freude, doch Präsident Mayrhofer ärgert, dass der Deal öffentlich wurde.

 

München – Der TSV 1860 stand zum Ende des Jahres mit rund neun Millionen Euro in der Kreide. Eine Geste des Investors Hasan Ismaik rettete den Verein vor einer drohenden Strafe der Deustchen Fußball Liga (DFL) über 1,5 Millionen Euro. Ismaik wandelte Darlehen in Höhe von 8 Millionen Euro in Genussrechte um. Diese werden nicht mehr als Schulden bilanziert und beteiligen Ismaik an Gewinnen und Verlusten der Löwen.

Der Deal, der bereits im Oktober 2012 abgeschlossen hatte, war in der Nacht zum Montag bekannt geworden. Der Nacht, in der Neu-Geschäftsführer Markus Rejek sich an der Grünwalder Straße vor dem Verwaltungsrat vorstellte. Und genau das ist es, was 1860-Präsident Gerhard Mayrhofer, laut einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" sauer aufstößt.

Auf Anfrage der SZ bestätigte Mayrhofer die Umwandlung, zeigte sich aber verärgert darüber, dass sie über die Medien an die Öffentlichkeit geraten war: "Wenn wir gestern Abend mit dem Verwaltungsrat zusammensitzen und die Geschichte ist kurz darauf online, dann weiß man, wo sie herkommt", sagte Mayrhofer. Das Entgegenkommen Ismaiks bezeichnete er als "ganz gewöhnlichen Vorgang" und "weiteres Indiz für die gute Zusammenarbeit".

Rejek und Mayrhofer haben am Dienstagabend einen Termin bei der DFL. Anschließend wollen sie in die Türkei fliegen, um die Mannschaft im Trainingslager in Belek zu besuchen.

 

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