Postenschacher Seehofer spreizt sich gegen Schmid ein

MÜNCHEN Es sollte noch diese Woche über die Bühne gehen. CSU-Fraktionschef Georg Schmid wollte die Zukunft seiner beiden engsten Mitarbeiter sichern, sie mit Topgehältern in Ministerien unterbringen und zu Beamten ernennen lassen. Nachdem die AZ darüber berichtete, machte ihm Seehofer noch am Mittwochabend einen Strich durch die Rechnung und verhinderte die Sonder-Beförderung. „Das hat mich auch geärgert”, sagte er der AZ.
Eine saftige Watschn für CSU-Fraktionschef Schmid: Als Regierungsdirektoren mit monatlich rund 3800 Euro netto plus Pensionsansprüchen wollte er seine persönliche Referentin, eine Kunsthistorikerin, bei Innenminister Joachim Herrmann unterbringen. Den Leiter seines Planungsstabes sollte Arbeitsministerin Christine Haderthauer nehmen. Fraktionsangestellte gehören nämlich nicht zum öffentlichen Dienst. Schmids Vorgehen sorgte auch unter den CSU-Abgeordneten für Kritik. „Völlig unsensibel”, hieß es.
„Es muss nach Leistung und Haushalt gehen”, sprach Seehofer ein Machtwort: „Ich möchte keine politischen Beamten, sondern Transparenz.” Auch alle Personalräte hätten sich quer gelegt, erzählte er. Durch die Sparmaßnahmen im Haushalt gibt es nämlich weniger Planstellen und Beförderungsmöglichkeiten für Beamte. Seehofer: „Ich möchte saubere Lösungen.”

 
 

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