Post-Filiale in Berlin Peer Steinbrück im Stempel-Akkord

Der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück zeigt am 04.04.2013 in der Parteizentrale in Berlin die Sonderbriefmarke zum 150. Jubiläum der SPD Foto: dpa

Briefmarke 150 Jahre SPD: Zum Erstausgabetag setzte sich der SPD-Kanzlerkandidat an einen Tisch und versah Hunderte Exemplare mit einem Sonderpoststempel

 

Berlin – „Das ist ja baumstark“, sind die ersten Worte von Peer Steinbrück, als er am Donnerstag die aufgebaute Post-Filiale im Berliner-Willy-Brandt-Haus erblickt. Zum 150. Geburtstag hat die SPD eine eigene Briefmarke bekommen – zum Erstausgabetag setzte sich der SPD-Kanzlerkandidat an einen Tisch und versah Hunderte Exemplare mit einem Sonderpoststempel. Diesen ziert das Konterfei von Ferdinand Lassalle, der am 23. Mai 1863 in Leipzig den Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein gründete, den Vorläufer der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Mehr als 100 Bürger warteten geduldig auf den Kauf der Sondermarke, die die Traditionsflagge der SPD zeigt.

„Als Junge habe ich auch gesammelt“, meinte Steinbrück. Drei bis vier Alben müsse er noch haben. Schwerpunkte seien Marken aus der Kolonialzeit, der Weimarer Republik und der Zeit bis 1945 gewesen. Sein Bruder habe ihn mal beschuldigt, ihm eine wertvolle Sammlung abgeschwatzt zu haben. Als Politiker sei er aber aus Zeitmangel nicht mehr zum Sammeln gekommen. Mit Blick auf sein derzeitiges Rackern, um seine Kanzlerkandidatur voranzubringen, meinte er süffisant: „Jetzt habe ich ja wieder Zeit, es zu tun.“ Die Briefmarke im Wert von 1,45 Euro ist auch in den Filialen der Post zu kaufen. „Ich bedanke mich, dass die Post dieses historische Datum würdigt“, sagte Steinbrück zu den beiden Postbeamten, die die ersten Briefmarken verkauften.

 

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