Portugiese beim FC Bayern Ancelotti über Sanches: "Auch Platini hatte Probleme"

Bislang enttäuschend: Renato Sanches. Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Bayern-Trainer Carlo Ancelotti fordert Geduld mit Renato Sanches. "Ich habe nicht viele Spieler mit dieser Power gesehen", sagt der Italiener über den Portugiesen mit der langen Anlaufzeit.

München - Es war ein typischer Renato-Sanches-Nachmittag am Samstag in Bremen. Das Mittelfeldtalent des FC Bayern wurde in der zweiten Halbzeit für Thomas Müller eingewechselt, 28 Minuten durfte Sanches spielen, überzeugen konnte der 19-Jährige nicht.

Wie so oft seit seinem Wechsel im Sommer von Benfica Lissabon, der die Bayern immerhin 35 Millionen Euro Ablöse kostete. Warum tut sich der Portugiese, der beim EM-Triumph im vergangenen Sommer so begeistert hat, im Bayern-Dress schwer?

"Er hat Probleme mit der Integration", erklärt Bayern-Trainer Carlo Ancelotti nun im Kicker: "Es liegt an der neuen Sprache, am neuen Land, am neuen Klub, der neuen Mannschaft. Und er ist sehr jung." Ancelottis Forderung: "Wir müssen etwas Geduld mit ihm haben. Die zweite Saisonhälfte wird besser für ihn laufen."

Aktuell spricht wenig dafür. Die Konkurrenz im zentralen Mittelfeld ist mit Xabi Alonso, Arturo Vidal, Thiago und Joshua Kimmich groß, Sanches’ Leistungen im Training schwanken stark. Ancelotti glaubt dennoch an eine große Zukunft des Youngsters.

"Ich habe nicht viele Mittelfeldspieler mit dieser Power gesehen", sagt er: "Aber diese Wucht müssen wir in die richtige Bahn lenken." Ancelotti vergleicht Sanches’ Situation mit der Michel Platinis. Die Frankreich-Legende habe sich zu Beginn bei Juventus Turin (1982) ebenfalls schwergetan: "Auch Platini hatte in den ersten sechs Monaten Probleme", so Ancelotti.

 

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