Popstar zu Besuch Justin Bieber beim EHC: „Der spielt richtig gut!“

Pop-Superstar Justin Bieber (2. v.r.) mit den EHC-Spielern Jason Jaffray (l.), Andreas Eder und Steve Pinizzotto (r.). Foto: Markus Fischer

Pop-Superstar Justin Bieber ist großer Eishockeyfan und bestreitet beim EHC Red Bull München ein Trainingsspiel. Die AZ sprach mit EHC-Star Jason Jaffray über ihn.

 

AZ: Herr Jaffray, es gibt Gerüchte, dass Sie, der Torjäger des EHC Red Bull München, demnächst Präsident des Justin-Bieber-Fanklubs werden.

JASON JAFFRAY: (lacht) Ganz so weit ist es dann doch noch nicht, aber die 48 Stunden am Freitag und Samstag gehören sicher zu den verrücktesten, die ich und meine Familie je erlebt haben. Am Freitagabend klingelte mein Handy – und der Manager von Justin Bieber war dran. Er stammt aus Vancouver und ich habe ja mal in der NHL bei den Vancouver Canucks gespielt, daher haben wir uns gleich verstanden. Er fragte, ob ich für Samstag organisieren könnte, dass Justin bei uns mittrainieren könnte. Er ist ja ein riesiger Eishockeyfan. Meine Familie und ich wurden dann zu seinem Konzert am Freitag eingeladen, wir waren sogar Backstage. Es war toll. Ich bin zwar eigentlich ein Fan von Country-Musik, aber auf meiner persönlichen Hitliste ist er ganz weit nach vorne gekommen. Er ist ein ganz bodenständiger, uneitler Kerl.

Die Tochter dürfte mehr als nur glücklich gewesen sein!

Ja! Kennedy ist neun Jahre alt und riesiger Justin-Bieber-Fan, ich höre seine Musik andauernd aus ihrem Zimmer. Den Ausdruck auf ihrem Gesicht zu sehen, als sie ihm dann gegenüber stand, war unbezahlbar. So glücklich habe ich sie, glaube ich, in meinem Leben noch nie gesehen. Das war die einzige Bitte, die ich hatte. Dass Justin ihr die Hand gibt. Sie haben sich dann in der Kabine getroffen. Sie hatte eine Liste an Fragen ausgearbeitet. Als sie ihm gegenüberstand, da ist sie dann aber nur rot geworden und war sprachlos vor Glück. Justin hat sich trotzdem viel Zeit genommen. Er hat ihr dann einige Fragen gestellt, war unglaublich freundlich. Er ist einer der größten Popstars der Welt, er hätte das nicht tun müssen, aber er hat Kennedy Momente beschert, die sie im Leben nie vergessen wird. Sie hat jetzt auch ganz viele sehr eifersüchtige Freunde daheim in Kanada, da sie natürlich alle an ihrem Glück teilhaben ließ.

Es wird behauptet, dass Sie sich selber auch mit Autogrammen eingedeckt haben. . .

(lacht) Auch das stimmt. Ich habe mir von den Jungs schon einige Sprüche anhören müssen, dass ich wohl jetzt meine Tochter als größter Justin-Bieber-Fan der Familie abgelöst hätte. Ich habe mir schon so einiges signieren lassen. Auf jeden Fall bin ich jetzt auch ein „Belieber“, wie sich die Bieber-Fans selber nennen.

Wenn Sie die Fanbrille mal kurz ablegen können: Wie ist es denn um die Eishockeyfähigkeiten von Justin Bieber bestellt?

Ich war ganz ehrlich beeindruckt. Bieber stammt ja aus Kanada und bei uns gibt es kaum jemanden, der nicht Eishockey spielt. Wir stehen teilweise auf Schlittschuhen, bevor wir richtig laufen können. Aber man merkt ihm an, dass er richtig gut spielen kann. Das ist nichts, was er mal so nebenbei macht, sondern man sieht schon, dass er echte Fähigkeiten hat und auch immer noch sehr viel spielt, sonst kann man nicht so auftreten. Er hatte auch die Kondition, ein gesamtes Spiel samt Penaltyschießen durchzustehen.

Sie spielten in einem Team.

Stimmt! Und er hat ein paar echte schöne Bewegungen und Tricks drauf. Alles, was man dazu sagen muss: Er hat gegen unseren jungen Keeper Ilya Sharipov gleich vier Tore erzielt. Und das waren keine geschenkten Dinger. Mir selber sind nur zwei Treffer gelungen.

Jason Jaffray von Justin Bieber beim Eishockey vorgeführt.

(lacht) Das ist nichts für den professionellen Lebenslauf, aber es war auf jeden Fall ein ganz, ganz tolles Erlebnis für alle Beteiligten. Auch er hat es sehr genossen. Er war mal nicht der große umjubelte Star, sondern einfach nur der Justin, der Spaß hatte.

 

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