Wiesn-Blaulicht vom 18.09.17 Hitler-Gruß, Frau gewürgt, Dieb ohne Hände

, aktualisiert am 18.09.2017 - 13:27 Uhr
Polizisten am Haupteingang zur Wiesn - auch nach Tag zwei gibt es einiges zu vermelden. Foto: Ursula Düren/dpa

Ein erneuter Hitler-Gruß, ein Angriff auf eine tapfere Wiesn-Besucherin auf dem Nachhauseweg und ein Dieb mit erstaunlichem Geschick – die Polizeimeldungen vom Oktoberfest vom 18. September. 

 

München - Die Polizei weist darauf hin, dass die Taschendiebe auf dem Oktoberfest auf das allgemeine Taschenverbot reagieren und ihre Masche geändert haben. Da es keine Taschen mehr gibt, in die man reingreifen kann, streifen die Täter unauffällig über die Jacken ihrer potenziellen Opfer, um zu prüfen, ob ein "Zugriff" sich überhaupt lohnt. Die Polizei rät deshalb, Wertsachen immer auf der körperzugewandten Seite der Kleidung zu tragen. 

Was es sonst noch aus dem Wiesn-Revier zu vermelden gibt – das Wiesn-Blaulicht vom 18.09.2017:

Festnahme nach Hitler-Gruß

Wie schon am Vortag musste die Polizei sich mit einem Pöbler rumschlagen, der seine Abneigung den Beamten gegenüber mit einem "Sieg Heil" und der entsprechenden Handbewegung kundtat. Der 34-Jährige aus dem südlichen Münchner Landkreis war zuvor eines Festzelts verwiesen worden. Nachdem er mehrfach vergeblich versucht hatte, das Hausverbot zu umgehen, rief die Security die Polizei. Anschließend kam es zu der unschönen Hitlergruß-Geste, welche der Mann umgehend bereute. 

Die Polizisten nahmen den 34-Jährigen fest. Gegen ihn wird nun wegen Hausfriedensbruchs und der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ermittelt. 

Wiesn-Besucherin attackiert

Am späten Samstagabend, gegen 23:30 Uhr, ist eine 24-jährige Dachauerin auf dem Nachhauseweg von der Festwiese von einem Unbekannten völlig ohne Vorwarnung gewürgt worden. Der Mann trat ihr am Bavariaring zwischen der Beethovenstraße und dem Esperantoplatz plötzlich in den Weg und nahm das sie in den Schwitzkasten. 

Durch heftige Gegenwehr konnte die junge Frau den Angreifer aber abschütteln, der dann in Richtung Beethovenstraße flüchtete. Am nächsten Tag erstattete die Frau Anzeige, die Polizei fahndet mit folgender Täterbeschreibung: Männlich, ca. 185 cm groß, bekleidet mit einem dunkeln Kapuzenpullover, dunkler Jeans, dunklen Leder-Schnürstiefeletten, trug schwarze Lederhandschuhe. Hinweise an: Polizeipräsidium München, Kommissariat 15, Tel. 089/2910-0, oder jede andere Dienststelle.

Berliner Fahnder schnappen Taschendiebe

Unterstützung aus der Hauptstadt: Zwei Männer, die sich durch suchende Blicke in einem Festzelt verraten haben, sind Taschendiebfahndern aus Berlin ins Netz gegangen. Die Fahnder beobachteten die 16 und 19 Jahre alten Täter, wie sie zunächst mehrere Jacken auf Diebesgut checkten und anschließend drei Jacken klauten. 

Die beiden Afghanen haben einen Wohnsitz in München und wurden nach Aufnahme der Personalien entlassen. Sie bekamen Hausverbot auf der Wiesn. 

Handloser Dieb klaut teure Jacke

Nachdem am ersten Wiesn-Wochenende viele teure Jacken geklaut wurden, heftete sich ein Team von Taschendiebfahndern aus Frankfurt an die Fersen der Täter – mit Erfolg. Als die beiden Iraker dingfest gemacht wurden, nachdem sie am späten Sonntagabend in einem Zelt eine Jacke gestohlen und deren Inhalt aufeinander aufgeteilt hatten, staunten die Beamten nicht schlecht. Denn der eine Dieb, der eben noch so flink die Jacke gestohlen hatte, hatte beide Hände amputiert. Er und sein 26-jähriger Komplize wurden festgenommen. Weil sie einen festen Wohnsitz in München haben, wurden Sie nach Abschluss der kriminalpolizeilichen Maßnahmen entlassen. 

Letztes Wiesn-Blaulicht verpasst? Hier geht's zu den Polizeimeldungen vom Vortag

 

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