Polizeibilanz seit Juni E-Scooter: Jeden Tag ein Dutzend Suff-Fahrten in München!

Die Unfälle mit E-Scootern häufen sich in München. (Symbolbild) Foto: Roland Weihrauch/dpa

Jeden Tag werden in München im Schnitt ein Dutzend Betrunkene auf E-Scootern von der Polizei erwischt, gut 1.500 Personen waren es seit Juni. Die Dunkelziffer dürfte noch deutlich höher sein.

 

München - Alle Appelle und Aufklärungskampagnen scheinen ins Leere zu laufen. Die Zahl der E-Scooter-Fahrer, die betrunken erwischt werden, steigt weiter.

Die Polizei hat von Mitte Juni, dem Start der E-Scooter, bis 17. Oktober 1.537 Alkoholfahrten registriert.

Im Schnitt sind das zwölf am Tag. Auffallend viele Auswärtige und Touristen leihen sich E-Scooter, obwohl sie eigentlich nicht mehr fahrtüchtig sind. 926 wurden bei Kontrollen erwischt. Dem stehen 805 angetrunkene Scooter-Fahrer aus München gegenüber.

Promillegrenze für E-Scooter wie beim Autofahren

Alkohol und E-Scooter sind eine gefährliche Mischung. 1.537 betrunkene Fahrer sind, so die neuesten Zahlen, seit Mitte Juni von der Polizei erwischt worden. Nahezu jeder Zweite von ihnen hatte mehr als 1,1 Promille im Blut.

Ab 1,1 Promille gilt man als absolut fahruntüchtig. Die Folge ist ein Strafverfahren mit Gerichtsprozess, an dessen Ende sogar Freiheitsstrafen drohen. Fahrten über 0,5 Promille gelten als Ordnungswidrigkeiten. Es drohen Bußgelder, Punkte in Flensburg sowie Fahrverbote.

"Bei E-Scootern handelt es sich um Kraftfahrzeuge", so Polizeisprecher Peter Werthmann, "deshalb gelten dieselben Regeln zu Alkohol und Drogen wie bei Autos oder Motorrädern." Schon ab einem Wert von 0,3 Promille kann eine Straftat vorliegen, so die Polizei, sofern die Fahrtüchtigkeit bei dem Betreffenden nicht mehr gegeben ist.

E-Scooter-Fahrer bauen unter Alkohol- oder auch Drogeneinfluss oft auch schwere Unfälle mit bisweilen dramatischen Folgen. In nur vier Monaten registrierte die Polizei 81 Verkehrsunfälle, davon 26 unter Alkohol- oder Drogeneinfluss. Insgesamt wurden bis Mitte Oktober 55 Menschen verletzt, vier von ihnen schwer.

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