Polizei sucht Zeugen Milbertshofen: Mann spuckt Lehrerin ins Gesicht

, aktualisiert am 14.01.2019 - 16:58 Uhr
Die Polizei sucht Zeugen der Tat. Foto: Friso Gentsch/dpa

Ein circa 50 Jahre alter Mann hat am Dienstag einer Lehrerin ins Gesicht gespuckt. Die 33-Jährige geht davon aus, dass die Tat rassistisch motiviert war. 

München - Einer Lehrerin ist am Dienstag in Milbertshofen ins Gesicht gespuckt worden. Der Täter trieb sich am Dienstagmittag in der Nähe des Bahnhofs Harthof herum. Als er Nicola V. erreicht, spuckt er ihr ins Gesicht. „Der Speichel hat mich an Nase und Mund getroffen“, erzählt die Deutsch-Lehrerin (33), „es war einfach ekelhaft.“

Nicola V., die an einer Gesamtschule unterrichtet, war auf dem Heimweg: „Ich bin in Tränen ausgebrochen.“ Der Mann geht nach der Attacke weiter, murmelt noch etwas, dass V. nicht versteht. 

Erst nach wenigen Tagen erstattet die Lehrerin Anzeige. Im Schock stellt sie sich direkt nach der Attacke unter die Dusche und wäscht ihre Klamotten. Ein Fehler, denn damit hätte unter Umständen der Speichel identifiziert werden können. Jetzt ermittelt der Staatsschutz – K 44, zuständig für Straftaten aus dem rechten Spektrum. Auch Nicola V. ist überzeugt, dass der Täter rassistische Motive hatte.

Regelmäßige Anfeindungen

Ihr Geburtsland ist Sri Lanka. Als Baby wurde sie adoptiert. Sie wuchs in München auf. „Die letzten drei Jahre bin ich öfter wegen meiner Hautfarbe angefeindet worden“, erzählt Nicola V. Stets seien es ältere Männer, die sie anpöbeln und beschimpfen, sie würde der Gesellschaft auf der Tasche liegen.

Nicola V. hat Gymnasiallehramt an der Uni studiert, zwei Staatsexamen absolviert. Was sie aber nicht vor dem alltäglichen Rassismus schützt, dem sie auf der Straße begegnet.     


Der Täter wird wie folgt beschrieben: Männlich, ca. 180 cm groß, ca. 50 Jahre alt, bekleidet mit schwarzer Stoffwinterjacke, schwarze Jeans und dunklen Schuhen.

Zeugenaufruf: Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 44, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

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