Polizei alarmiert Falsche Polizisten in München: Über 170 Anrufe an nur einem Tag!

Falsche Polizeibeamte benutzen immer wieder die gleichen Maschen - mit Erfolg. Foto: dpa/Patrick Seeger

Allein von Sonntag bis Montag registriert die Münchner Polizei über 170 Anrufe von falschen Polizeibeamten im Stadtgebiet. Die Masche ist altbekannt – funktioniert aber immer wieder.

 

München - Es ist die immer gleiche Masche: Vermeintliche Polizisten rufen bei Rentnern an und behaupten, in der Nachbarschaft sei eingebrochen worden.

Man habe ein Notizbuch gefunden, in dem auch die eigene Adresse stehe. Deswegen solle man sofort alle Wertsachen im Haus einpacken und am besten auch gleich noch Bargeld abheben und alles in einen Sack stecken. Ein Polizei-Kollege komme dann vorbei und hole alles ab, denn bei der Polizei seien die Wertsachen sicher.

Echte Polizei: Echte Polizisten können sich ausweisen!

So oder so ähnlich laufen diese Anrufe immer ab, doch am Telefon ist nie die echte Polizei. Sondern immer Betrüger, sogenannte falsche Polizeibeamte. Allein von Sonntagabend bis Montagabend registrierte die Münchner Polizei 179 solcher Anrufe im gesamten Stadtgebiet.

Im Falle einer 81-Jährigen aus Denning hatten die Betrüger Erfolg: Die Dame deponierte Bargeld, Schmuck und Edelmetalle auf Anweisung in einem Stoffbeutel am Gartenzaun. Dort holte ein vermeintlicher Polizist die Wertgegenstände dann ab.

Die Münchner Polizei weist in diesem Zusammenhang nochmals darauf hin: Polizeibeamte in zivil legitimieren sich stets durch Vorzeigen des Dienstausweises. In Zweifelsfällen lassen Sie sich bitte Namen und Dienststelle des Polizeibeamten nennen und erkundigen sich durch einen Rückruf bei der Dienststelle nach der Richtigkeit der Angaben. Sollten Sie unsicher sein, rufen Sie auf alle Fälle den Notruf 110 an.

 

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