Politik und Pyrotechnik Bayern-Fans zeigen zwei Gesichter in Darmstadt

Mit diesem Banner demonstrierten einige Bayern-Fans ihr politische Engagement. Foto: imago

In Darmstadt zeigen die Bayern-Ultras zwei Gesichter. Auf ein politisches Statement folgt Pyrotechnik en masse.

 

Darmstadt - Zwar gewann der FC Bayern mit 1:0 in Darmstadt, doch auf den Rängen sorgten die Bayern-Anhänger nicht nur für gute Stimmung.

Erst hielten die mitgereisten Anhänger ein politisches Banner hoch, und übten damit offen Kritik an der Flüchtlingspolitik der Bundesregierung: "Bevor Afghanistan sicher ist, regiert die Linke Bayern." Ein Protest gegen die Abschiebung von 34 Afghanen in ihr Heimatland, deren Anträge auf Asyl in Deutschland abgewiesen wurden. Bundesinnenminister Thomas de Maiziére hatte das Land zuvor als "hinreichend sicher" bezeichnet. Einige Bayern-Fans sahen das anders und setzten ein Zeichen für Solidarität und Menschlichkeit.

Etwas später gab es dann ein anderes Gesicht der Bayern-Ultras zu sehen. Zahlreiche Bengalos wurden gezündet und das Jonathna-Heimes-Stadion in ein gespenstisches, rotes Licht getaucht. Diese Aktion wird vom DFB wohl noch geahndet.

Zwei Aktionen innerhalb eines Spiels, die die komplette Bandbreite von Ultras zeigt. Einerseits politisches Engagement, andererseits aber auch das Abbrennen von Feuerwerk und damit die Gefährdung anderer Fans.

 

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