Politik Seehofer erklärt „Wildsau“-Streit für beendet

Horst Seehofer ist wieder erstarkt. Foto: dpa

MÜNCHEN - Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hat den Streit mit der FDP über verbale Entgleisungen in der politischen Diskussion für beendet erklärt.

 

Der „Passauer Neuen Presse“(Samstagausgabe) sagte der CSU-Chef: „Für mich ist das ThemaVergangenheit.“

Die Bezeichnung Wildsau sei „inakzeptabel“ gewesen, „deshalb war es gut, dass die Bundeskanzlerin das klargestellt hat“. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte in der „FrankfurterAllgemeinen Zeitung“ (Freitagausgabe) erklärt, sie sei „nicht bereitzu akzeptieren“, wie die beiden Berliner Koalitionspartnerübereinander sprächen.

Die inhaltliche Auseinandersetzung ist für Seehofer allerdingsnoch nicht beendet. Er habe „keinerlei Verständnis“ für Forderungennach Steuererhöhungen aus den Reihen der CDU, sagte er. Er wisse garnicht, „wie oft man diese Grundüberzeugung, dass es keineSteuererhöhungen geben darf, noch äußern muss, damit sie endlich vonallen akzeptiert wird“, sagte der Ministerpräsident.

Mit der CSU werde es keine Steuererhöhungen geben. „Was mit unsvereinbart wurde, dazu stehen wir – vom Bundespräsidenten bis zumSparpaket.“ Seehofer betonte: „So eine Vielstimmigkeit wie beianderen gibt es bei uns nicht.“ Er appellierte an die BerlinerKoalitionspartner, das Vereinbarte „geschlossen zu vertreten und derBevölkerung zu vermitteln“. (ddp)

 

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