Politik Mixas Rücktrittsgesuch: Das Schweigen des Papstes

Papst Benedikt XVI. Foto: dpa

ROM - Weiter Warten auf eine Entscheidung des Vatikans über das Rücktrittsgesuch des Augsburger Bischofs Walter Mixa. Papst Benedikt XVI. muss dessen Erklärung vom 22. April formell annehmen, damit der Rücktritt wirksam ist.

 

Papst Benedikt XVI. hatte am Vortag den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof RobertZollitsch, im Fall Mixa zu einer Privataudienz im Vatikan empfangen.Doch auch am Freitag gab es keine weitere Reaktion vonseiten desHeiligen Stuhls. Verwunderlich ist dies nicht, denn das Prozedere istlangwierig. Das Gesuch muss zuerst gründlich geprüft werden, und daskann Wochen dauern. Die letzte Entscheidung liegt dann bei BenediktXVI., denn ein Bischof ist kein Politiker, und er ist erst dannautorisiert, sein Amt niederzulegen, wenn der Papst gesprochen hat.

Mixa wird vorgeworfen, Heimkinder in seiner Zeit als Stadtpfarrergeschlagen zu haben. Er hatte am 22. April darum gebeten, ihn vom Amtdes Augsburger Diözesanbischofs und des katholischen Militärbischofsder Bundeswehr zu entpflichten.

Zollitsch wurde am Donnerstag nach Rom begleitet vom Vorsitzendender Freisinger Bischofskonferenz, Erzbischof Reinhard Marx, und demAugsburger Weihbischof Anton Losinger. (dpa)

 

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