Politik Max Strauß versichert: Keine Provisionen von Schreiber erhalten

Max Strauß Foto: Gregor Feindt

MÜNCHEN - Vor dem Augsburger Landgericht hat am Mittwoch der Sohn des früheren bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß, Max Strauß, als Zeuge im Prozess gegen den ehemaligen Waffenhändler Karlheinz Schreiber ausgesagt.

 

Strauß berichtete überseine geschäftlichen Kontakte zu Schreiber. Er habe im Zusammenhangmit der Lieferung von Airbus-Jets nach Thailand im Jahr 1990Schreiber Kontakte zu Regierungsstellen vermittelt, sagte Max Strauß.

Mit anderen Geschäften Schreibers, wie der Lieferung vonHubschraubern für die kanadische Küstenwache oder auch von Panzernnach Saudi-Arabien habe er dagegen nichts zu tun gehabt, beteuerteStrauß: „Ich war darin nie involviert.“ Allerdings habe er mitSchreiber einen Beratervertrag gehabt, aus dem er monatlicheZahlungen erhielt.

Max Strauß versicherte erneut, dass er keine Provisionen vom Kontomit dem Namen Maxwell erhalten habe. Dies war ihm selbst in einemfrüheren Prozess von der Augsburger Staatsanwaltschaft vorgeworfenworden. Erst nach einer Intervention des Bundesgerichtshofs wurde MaxStrauß freigesprochen. Er wisse nicht, wer auf dieses Konto Zugriffgehabt habe. Er selbst „definitiv“ nicht. Ob sein Vater über das dortliegende Geld verfügen konnte, wisse er zwar nicht, aber: „Ich würdees ausschließen.“

Schreiber muss sich in Augsburg wegen Steuerhinterziehung inMillionenhöhe und Bestechung verantworten. Er soll im Zusammenhangmit der Vermittlung von Industriegeschäften Schmiergelder gezahlt undProvisionen erhalten haben, ohne diese zu versteuern. Der Angeklagtelehnte es auch am Mittwoch erneut ab, Fragen des Gerichts zubeantworten.

ddp

 

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