Politik Drastisches Video von US-Helikopterangriff im Irak

Bilder aus dem Video Foto: dpa

WASHINGTON - Fast drei Jahre nach einem tödlichen Angriffeines US-Kampf- hubschraubers auf Zivilisten und zwei Journalisten sorgt ein im Internetaufgetauchtes Video der Attacke für Aufsehen.

 

Die in dem WebportalWikileaks veröffentlichten, dramatischen Aufnahme der Bordkamerazeigen, wie der Apache-Helikopter immer wieder auf Menschen am Bodenfeuert – sogar dann, als ein Kleinbus Verletzte bergen will. Diebeiden Reuters-Mitarbeiter wurden wegen der mit langen Objektivenversehenen Kameras um ihre Schultern von der Besatzungfälschlicherweise als Aufständische mit Kalaschnikows gehalten.

Festgehalten sind auch die teils drastischen Dialoge zwischenCockpit und Kommando. „Wir schießen noch ein paar mehr“, sagt einBesatzungsmitglied. „Kommt schon, lasst uns schießen.“

Insgesamt starben bei dem Angriff vom Juli 2007 zwischen 12 und15 Menschen, berichtete der US-Fernsehsender CNN am Dienstag. EineUntersuchung der Attacke habe ergeben, dass „den beteiligten US-Soldaten die Anwesenheit von Reportern nicht klar war und dass alleverfügbaren Hinweise darauf schließen ließen, dass der AngriffAufständischen galt und nicht Zivilisten“, zitiert CNN eineStellungnahme der US-Streitkräfte. Es habe seitens des Militärsniemals den Versuch einer Vertuschung gegeben.

Die Wikileaks-Betreiber sehen sich als „Ansprechpartner fürdiejenigen, die unethisches Verhalten in ihren eigenen Regierungenund Unternehmen enthüllen wollen.“ Die Idee dahinter: KritischeJournalisten und Blogger sollen die geheimen Informationen aufgreifenund so Öffentlichkeit herstellen – daher das „leaks“ im Namen, dasfür undichte Stellen steht.

dpa

 

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