Pierce Brosnan im Interview "Ich habe Angst vor dem Rentnerdasein"

Pierce Brosnan bei der Premiere von "The November Man" in Los Angeles Foto: Eric Charbonneau/Invision/AP

Pierce Brosnan will von Rente nichts wissen: Vor dem Nichtstun habe er "furchtbare Angst", sagt der Schauspieler im Interview. Er müsse seine Rechnungen auch weiterhin bezahlen, meint der 61-Jährige weiter.

 

Pierce Brosnan kann es einfach nicht lassen. Der mittlerweile 61-jährige ehemalige James-Bond-Darsteller steht scheinbar unentwegt vor der Kamera. Als habe er fast ein bisschen Angst davor, endlich seine wohlverdiente Rente zu genießen. Doch davon will der gebürtige Ire nichts wissen. Vor dem Nichtstun, dem Faulenzen am Strand, habe er "furchtbare Angst", wie er im Gespräch mit der Nachrichtenagentur spot on news selbst zugibt.

Der Grund dafür ist einfach. "Mir wurde schon immer gesagt, dass man arbeiten muss, um sein Geld zu verdienen, das wurde mir praktisch in die Wiege gelegt", sagt Brosnan, der demnächst neben Emma Thompson in der Komödie "Wie in alten Zeiten" in den deutschen Kinos zu sehen ist.

In Hinblick auf ruhigere Jahre in seinem Strandhaus im kalifornischen Malibu zeigt sich Ex-007 ungewöhnlich kurz angebunden. Geradezu so, als sei es ihm peinlich, schon so viel Geld verdient zu haben, dass er sich wohl gut und gern drei Strandhäuser mit Meerblick leisten könnte. "Ich muss meine Rechnungen auch weiterhin bezahlen. Deshalb tut die Arbeit gut. Vor dem Rentnerdasein habe ich ohnehin ein bisschen Angst", sagt der Schauspieler, der nach dem Tod seiner ersten Frau im vergangenen Jahr auch seine Tochter Charlotte nach einem Krebsleiden verloren hat.

"Das Leben ist nicht immer fair", zeigt sich Brosnan leicht nachdenklich, ohne näher auf die persönlichen Verluste in seinem Leben eingehen zu wollen. Ein bisschen sauer scheint er heute nur noch auf seinen plötzlichen Exodus aus dem Bond-Franchise zu sein. "Das kam unerwartet und schnell. Aber ich habe es ja ganz gut geschafft, auch ohne Bond klarzukommen", so Brosnan, der unlängst in dem Film "The November Man" erstmals nach langer Zeit wieder die Waffe zücken und in die Welt der Spione eintauchen durfte.

Wenn Brosnan und seine zweite Frau Keely Shaye Smith nicht gerade in Malibu sind, reist das Paar sehr gerne durch die Weltgeschichte. "Das Reisen bringt mir Perspektive, gibt mir eine gewisse innere Zufriedenheit", sagt Brosnan. In Malibu "bekommst du nicht wirklich mit, was im Rest der Welt so passiert", meint der Schauspieler, der noch heute unverschämt gut aussieht und das auf "viel Schlaf und relativ wenig Stress" zurückführt.

 

0 Kommentare