Pflegekrise VDK: „Das bleibt weit hinter dem zurück, was nötig ist“

„Verlängerte Arbeitszeiten – eine Maßnahmen, um noch weniger Pflegekräfte zu bekommen“: VdK-Chefin Ulrike Mascher. Foto: dpa

Bei aller Übereinstimmung bei der Einschätzung der Pflegesituation in Deutschland: Bei den Maßnahmen gegen den sich deutlich abzeichnenden Notstand trennen VdK-Chefin Ulrike Mascher und die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (VBW) Welten.

 

MünchenEiner Meinung sind Mascher und VBW-Chef Brossardt in ihrer deutlichen Ablehnung des geplanten Familienpflegegesetzes. Die VdK-Vorsitzende: „Das bleibt weit hinter dem zurück, was nötig ist.“ Gar nicht einverstanden ist die VdK-Frontfrau aber mit Brossardts Forderung nach einer verlängerten Arbeitszeit: „Das ist eine Maßnahme, um noch weniger Pflegekräfte zu bekommen.“

Die Arbeit im Pflegebereich sei körperlich und seelisch sehr anstrengend. Den Versuch, mehr ausländisches Personal zu uns zu holen, beobachtet Mascher mit gemischten Gefühlen. Es sei schon schwierig, wenn sich Pfleger und Pflegebedürftiger nicht oder nur sehr schwer verständigen könnten. Auch die Rekrutierung Arbeitsloser schätzt Mascher als diffizil ein: „Das sind immer nur kleine Zahlen, weil der Pflegeberuf nicht toll bezahlt und sehr anstrengend ist – deswegen weicht jeder aus, der was anderes findet.“

 

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