Pflege in Not Neun Frauen aus Spanien helfen jetzt im Hasenbergl

Versträrkung aus Spanien: Neun junge und ausgebildete Frauen aus Madrid sind der Jugendarbeitslosigkeit in ihrer Heimat entflohen und freuen sich über ihre neuen Jobs in der Diakonie Hasenbergl. Foto: Diakonie Hasenbergl

Ausgebildetes Pflegepersonal aus Madrid wird ab dem 17. März in den Kindertagesstätten und Krippen der Diakonie Hasenbergl eingesetzt.

Hasenbergl - In dieser Woche war es endlich soweit: Neun junge Frauen aus Madrid sind nach Deutschland gekommen, um der Arbeitslosigkeit in ihrem Heimatland zu entfliehen. Doch nicht nur sie haben dem Tag freudig entgegen gesehen - auch in der Diakonie Hasenbergl ist man glücklich über die kompetente Verstärkung für die Kinderkrippen und Kindertagesstätten.

Ab dem 17. März werden die Frauen als Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen in den Betreuungseinrichtungen der Diakonie Hasenbergl tätig sein. Zuhause haben die Frauen zwischen 20 und 30 Jahren bereits eine Ausbildung im sozialen Bereich absolviert.

Diese erkennt das Referat für Bildung und Sport der Landeshauptstadt München auch in Deutschland generell an. Jetzt fehlt nur noch die individuelle Anerkennung - dann steht einer Zusammenarbeit über die Landesgrenzen hinweg nichts mehr im Wege.

Der Kontakt wurde über eine in Frankfurt ansässige Agentur hergestellt. Doch bevor die Bewerberinnen in Spanien der Jugendarbeitslosigkeit von rund 50 Prozenst entfliehen konnten, mussten sie erst einen Deutschkurs absolvieren.

So hieß es noch in Spanien: Zwei Monate die deutsche Sprache „büffeln“. Laut dem GeR (Gemeinsame europäische Referenzrahmen für Sprachen) haben die neun Bewerberinnen alle erfolgreich Zuhause Level B1 absolviert.

Das heißt, sie beherrschen die Sprache derzeit in Schulnoten von 1-6 ausgedrückt etwa mit Note 3. Doch auch in Deutschland werden die motivierten Frauen für acht Stunden in der Woche weiter lernen - um Level B2 zu erreichen.

Sie werden an den sechs Kinderkrippen bzw. Kindertagesstätten der Diakonie Hasenbergl eingesetzt. Dies bedeutet eine große Entlastung für das Personal vor Ort. Durch den Fachkräftemangel im sozialen Bereich sind viele Stellen in den Einrichtungen seit langem unbesetzt.

Vorstand Eva Grundner freut sich über die - wenn auch kleine - personelle Entspannung: „Es wäre weiterhin eine Belastung für unsere Mitarbeitenden gewesen, wenn Personalstellen nicht bald hätten besetzt werden können. Die Freude auf unserer Seite ist mindestens genauso groß, wie die der jungen Frauen. Ich hoffe, sie fühlen sich bei uns wohl.“

Auch Vorstand Gereon Kugler ist froh über die win-win-Situation: „Die jungen Damen freuen sich sehr über die Möglichkeit, die ihnen durch die Diakonie Hasenbergl geboten wird. Zuhause wären sie arbeitslos gewesen“. Um die Ankunft für die Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen so angenehm wie möglich zu gestalten, stellt der Verein auch gleich Dienstwohnungen für sie zur Verfügung.

Durch die Freizügigkeit innerhalb der EU ist der bürokratische Aufwand für beide Seiten sehr gering: Die Frauen behalten die spanische Staatsbürgerschaft und können uneingeschränkt in Deutschland arbeiten und wohnen.

 

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