Pfingst-Frust statt Urlaubs-Lust Stau-Gefahr zum Urlaubsbeginn: So kommen Sie durch den Verkehr

Strahlender Sonnenschein, die Berge am Horizont - und nichts geht voran! Wie Sie Staus am besten aus dem Weg gehen, erfahren Sie hier. Foto: dpa

Kilometerlange Staus, Baustellen und Grenzkontrollen - für Pfingsturlauber kann die Fahrt Richtung Süden zu einer harten Geduldsprobe werden. Hier erfahren Sie, worauf Sie sich einstellen müssen.

 

München - Pfingsten - für viele Deutsche ist das gleichbedeutend mit dem ersten Urlaub des Jahres. Im Vorjahr war genau dieser jedoch mit jeder Menge Frustpotenzial verbunden: 2017 lagen laut einer ADAC-Studie die beiden staureichsten Tage in den Pfingstferien, auch dieses Jahr erwarten Verkehrsexperten wieder Verstopfungen auf Bayerns Straßen.

Vor allem zwei Tage dürften dieses Jahr wieder besonders stauanfällig sein: Freitag, 18. Mai (also der Tag vor den Pfingstferien) und Samstag (19. Mai). "Weitgehend freie Fahrt haben die Autofahrer am Pfingstsonntag, 20. Mai", rät Verkehrsexperte Alexander Kreipl vom ADAC Südbayern. Verschärfen wird sich die Lage ebenfalls in der zweiten Ferienwoche, weil zahlreiche Urlauber Fronleichnam (31. Mai) für den Start in ein verlängertes Wochenende nutzen. Und Richtung Norden ist ab Mitte der Woche mit der ersten Rückreisewelle zu rechnen. "Diese erreicht am Samstag, 2. Juni, ihren Höhepunkt", so Kreipl.

Blockabfertigung in Kufstein: Das müssen Urlauber beachten

Richtung Süden wird die Verkehrssituation vor allem aufgrund der Blockabfertigung am Grenzübergang Kufstein verschärft. Während der Pfingstferien hat das Bundesland Tirol angekündigt, den Transitverkehr an sieben Tagen auf maximal 300 Lkw pro Stunde zu drosseln. Während der "Transitbremse steht den Pkw dann auf der A93 nur eine Spur zur Verfügung. Auf bayerischer Seite muss an folgenden Tagen mit längeren Staus und Wartezeiten gerechnet werden:

  • Dienstag, 22. Mai (nach Pfingstmontag)
  • Mittwoch, 23. Mai
  • Donnerstag, 24. Mai
  • Montag, 28. Mai
  • Dienstag, 29. Mai
  • Mittwoch, 30. Mai (vor Fronleichnam)
  • Freitag, 1. Juni

Stau im Urlaub: So können Sie vorbeugen

Kaum etwas ist ärgerlicher, als bei der Urlaubsfahrt im Stau zu stehen. Viele Ärgernisse lassen sich jedoch vermeiden. Wie der ADAC mitteilt, liegen die meisten Ursachen nämlich in unzureichender Planung. Hier ein paar Tipps, wie Sie die häufigsten Fehler vermeiden.

Fehler bei der Vorbereitung:
Kein Kartenmaterial, Unkenntnis der Reiseroute und eine zu enge Zeitplanung – die meisten Fehler werden bereits vor der Urlaubsfahrt gemacht. Eine sorgfältige Vorbereitung ist das A&O für eine entspannte Reise. Eine gute Hilfestellung bietet die ADAC Maps App.

Kein Fahrzeug-Check:
Die Urlaubsfahrt ist echte Schwerstarbeit fürs Auto. Sind die Reifen in Ordnung und passt der Luftdruck? Wie sieht es mit dem Kühlerwasser und dem Ölstand aus? Durch diese einfachen Checks lassen sich viele Pannen vermeiden.

Falscher Zeitpunkt für den Reiseantritt:
Raus aus dem Büro, rein in den Urlaub? Falsch! Die Reise sollte man gut ausgeschlafen, am besten in den Morgenstunden antreten.

Im Stau blindes Vertrauen auf das Navigationsgerät:
Wer mit Hilfe des "Navis" Verkehrsstörungen umfahren möchte, landet oftmals im nächsten Stau. Denn nicht selten sind Nebenstrecken ebenfalls verstopft. Besser: Eine Pause in Erwägung ziehen und die Fahrt fortsetzen, wenn der Verkehr wieder läuft. Um gar nicht erst in den Stau zu geraten, helfen Smartphone-Apps wie Google Maps, WAZE, Apple Karten, Stau mobil oder PACE. Diese sind in der Regel interaktiver und aktueller als ein festes Navi fürs Auto.

Radio einschalten:
Auf den aktuellen Stand kommen Autofahrer per Radio. Das ADAC Staustudio beliefert zehn Sender mit aktuellen Meldungen. Zu hören ist der Reise- und Urlauberservice in den Verkehrsnachrichten der langjährigen Partnersender Bayern 1 und Bayern 3 sowie im Raum München auf Radio Gong 96,3, Radio Arabella, 106.4 Top FM sowie 95,5 Charivari, in Ingolstadt über Radio IN, rund um Miesbach und Bad Tölz über Radio Alpenwelle, in Rosenheim und Region über Radio Charivari und im Raum Traunstein/Berchtesgadener Land über die Bayernwelle Süd-Ost.

Verhalten im Stau:
Unnötige Spurwechsel vermeiden, genügend Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug einhalten, Rettungsgasse bereits bei stockendem Verkehr bilden – das sind die wichtigsten Regeln im Stau. Wer sie nicht beachtet, gefährdet Menschenleben und behindert eine rasche Stauauflösung.

Stau-Prognose an Pfingsten: Hier stehen Sie am Wahrscheinlichsten

Trotz aller Vorbereitungen: Oft lässt sich ein Stau einfach nicht vermeiden. Rund um Nürnberg und München, an den Grenzen und am Brenner dürfte es besonders arg zugehen. Zum Nadelöhr wird der Autobahnring A99. Zwischen München Nord und Aschheim/Ismaning wird ausgebaut – für die Baustelle gibt es aber kaum lokale Umfahrungsmöglichkeiten, warnt Stauberater-Chef Bernd Emmrich vom ADAC.

Anhand erfahrungsgemäß besonders staugefährdeter Streckenabschnitte auf der Autobahn sowie aktueller Baustellen lässt sich prognostizieren, wo die Wahrscheinlichkeit am Höchsten ist. Hier eine Übersicht:

Auf diesen Strecken dürfte es während der Pfingstferien am Häufigsten zu Staus kommen.

Was Sie ebenfalls unbedingt bedenken sollten: An den Grenzübergängen Kufstein, Salzburg und Passau werden noch immer Grenzkontrollen durchgeführt, auch an der Grenze zwischen Slowenien und Kroatien werden Sie kontrolliert. Vor allem zu Stoßzeiten kann es hier zu langen Staus kommen. Hier eine Übersicht, wo Sie einer Grenzkontrolle unterzogen werden:

Auch im Frühjahr 2018 werden Urlauber wieder an den Grenzen kontrolliert.

 

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