Peter Maffay in München Erst Eiszeit – dann geht der Rock ab

61 Jahre alt – und kein bisschen leise: Peter Maffay am Dienstagabend bei seinem Auftritt in der Olympiahalle. Foto: Sigi Müller

Beim Konzert von Peter Maffay in München kommen die Fans nur ganz langsam in Fahrt.

 

München - Stühle sind der Tod jedes Rockkonzertes – und es brauchte auch ein paar beherzte Fans um den Herzstillstand abzuwenden. Das ist die Lehre aus dem Konzert von Peter Maffay am Dienstag in der fast ausverkauften Olympiahalle – immerhin das 2. Konzert des Sängers innerhalb von weniger als 10 Monaten. Ob „Sonne in der Nacht“ oder „Kein Weg zu weit“ – es sprang einfach kein Funke über.

Nach dem Tiefstpunkt „Eiszeit“ ließen die eingefleischten Fans endlich Stühle Stühle sein und rotteten sich vor der Bühne zusammen. Das Eis war gebrochen. „Hoch und höher“ rockte es richtig. Je rockiger es wurde, desto schwerer drangen die Klänge der Streicher und Bläser des Volkswagen Philharmonic Orchester in die Halle.

Doch immer wenn es schmusiger wurde, wie bei „Es war Sommer“, betten sie Maffays sanft-raue Stimme auf einem flauschigen Teppich. Der kleine Mann ist ein Phänomen: So athletisch und kraftstrotzend wie man mit 61 nur sein kann, turnt er über die Bühne und singt de Hit „Du“.

Eine gefühlvolle Sommernacht. Wie ein Treffen mit Freunden, die gemeinsam älter geworden sind.

 

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