Transferplanung beim FC Bayern Karl-Heinz Rummenigge: "Wollen noch ein, zwei Mittelfeldspieler abgeben"

Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge sieht die Personalplanungen beim FC Bayern noch nicht abgeschlossen. Foto: Andreas Gebert/dpa

Mit zwei Testspiel-Pleiten im Gepäck tritt der FC Bayern die Heimreise von seiner Marketin-Tour durch die USA an. Trotz der sportlich überschaubaren Ergebnisse zieht Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge ein positives Fazit.

Miami - Zum Abschluss der USA-Reise (Alle Infos im AZ-Newsblog) des FC Bayern haben sich Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge und Jörg Wacker, Vorstand für Internationalisierung und Strategie, auf einer Pressekonferenz geäußert. Die AZ fasst die wichtigsten Aussagen zusammen.

Rummenigge über...

…die Reise: "Mit den zwei Spielen in Philadelphia und insbesondere in Miami war es die richtige Dosierung. Wir haben beide Spiele verloren, das hat uns ein bisschen weniger gefallen. Gestern haben wir 2:0 geführt, eine tolle erste Halbzeit gespielt und trotzdem leider 2:3 verloren. Das ist aber vielleicht auch dem Umstand geschuldet, dass wir wahnsinnig viele junge Spieler auf dem Platz hatten. Wir haben jetzt hier eine gute Basis geschaffen."

…die Ambitionen in der kommenden Saison: "Wir haben große Ziele dieses Jahr. Daraus mache ich keinen Hehl. Wir wollen in allen drei Wettbewerben erfolgreich sein. Nicht nur in der Bundesliga, sondern auch in der Champions League. Wir werden versuchen, dieses Jahr anzugreifen und die deutsche Flagge, die bayerische Flagge, sehr hoch zu halten. Um das, was wir in den letzten Jahren erlebt haben, und insbesondere 2013 mit dem Sieg in London, in naher Zukunft wieder zu erreichen.”

Rummenigge: "Deutschland wird keine Insel der Glückseligen bleiben"

…Transfers: "Wir haben diverse Male kundgetan, dass wir ein, zwei Mittelfeldspieler zu viel im Kader haben. Wir möchten dort idealerweise noch was abgeben, damit der Trainer auch nicht in einen politischen Stress kommt. Diese Aufgabe müssen wir noch wahrnehmen. Ich kann aber heute noch nicht sagen, wer das sein wird, ob es Abgänge geben wird. Wir werden daran auf jeden Fall arbeiten.”

…Jérome Boateng: "Jérome ist nach der Saison zu uns gekommen und hat uns mitgeteilt, dass er sich durchaus vorstellen könnte, zum Ende seiner Karriere nochmal etwas anderes zu machen. Wir haben darüber diskutiert und ihm gesagt, dass wir gesprächsbereit sind, wenn er einen Klub hat, der eine interessante Ablöse zahlen würde. Stand heute, hatten wir keinen Kontakt mit Paris Saint-Germain. Seine zwei Berater stehen in Kontakt mit Paris, da ist aber noch keine finale Entscheidung gefallen. Wir haben bisher noch niemals über Geld gesprochen."

…die mögliche Abschaffung der 50+1-Regel: "Unser Verhalten in dieser Sache wird hier in den USA etwas belächelt. Wir müssen aufhören, in dieser Republik den Populismus voranzutreiben. Den treiben wir in fast allen Bundesligaklubs, insbesondere aber in den Verbänden, auf ein absurdes Niveau. Deutschland wird keine Insel der Glückseligen bleiben. Entweder wir gehen diesen Weg mit oder wir werden eine Zeche zahlen. Wenn wir bei der DFL, nicht nur beim DFB, so weitermachen, wird es sehr schwierig werden."

Rummenigge bedauert fehlende Konkurrenz für den FC Bayern

…die Konkurrenz in der Meisterschaft: "Fußball ist Emotion. Wenn wir mit so viel Vorsprung Meister werden, fehlt die Emotion. Die emotionalste Meisterschaft war die 2001, als wir in der 94. Minute durch das Tor von Patrik Andersson Schalke 04 überholt haben. Diese Meisterschaft werden wir nie vergessen. Ich bin über jeden Klub glücklich, der uns unter Druck setzt. Und ich bin überzeugt, dass Borussia Dortmund eine wesentlich bessere Rolle spielen wird, als das letztes Jahr der Fall war. Vielleicht kommen auch noch Klubs wie Leverkusen oder Leipzig und machen uns das Leben schwerer. Wir sind interessiert an einer emotionalen Bundesliga-Spitze."

...Niko Kovac: "Er ist relativ neu hier. Man muss ihm die notwendige Zeit geben. Er ist ein frischer Bursche, der modern, innovativ den Job interpretiert, wie man hört, sehr hart trainiert. Jetzt muss man ihn einfach unterstützen und ihm wünschen, dass er einen guten Start hat. Das macht die Dinge einfacher und angenehmer für ihn."

Jörg Wacker über die Tour: "Es war eine tolle Tour. Inhaltlich und organisatorisch ist das kaum zu toppen. Wir haben hier glückliche Fans, die unsere Mannschaft erleben konnte. Wir hatten auch glückliche Sponsoring-Partner. Wir haben unsere Ziele erreicht."

 

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