Pep vs Barcelona Bayern-Trainer Guardiola attackiert seinen Ex-Klub

Es geht um seinen ehemaligen Assistenten und jetzigen Barça-Coach Tito Villanova, Pep beklagt wortbruch. Will er deshalb Thiago Alcántara?

 

München - Pep Guardiola hat Zoff mit seinem Ex-Verein, da scheint die langjährige gute Beziehung Vergangenheit zu sein. Nun übte der Bayern-Trainer heftige Kritik an der aktuellen Vereinsführung.

Es geht um seinen ehemaligen Coach, der wegen seiner Krebserkrankung in New York - dort verbrachte Guardiola sein Sabbatical-Jahr  - behandelt werden musste. Guardiola: "Ich war 6000 Kilometer weg und hatte die Vereinsspitze gebeten, mich in Ruhe zu lassen. Doch sie haben das nicht befolgt, sie haben ihr Wort gebrochen", erklärte er auf Katalanisch. "Im vergangenen Jahr sind zu viele Dinge passiert, die eine gewisse Grenze überschritten haben. Dass sie Tito Vilanovas Krankheit benutzt haben, um mir zu schaden, werde ich niemals vergessen."

Es hieß weiter, er habe Tito nie besucht. Dem widersprach Guardiola mit deutlichen Worten: "Ich habe Tito Vilanova in New York gesehen. Und wenn ich ihn nicht sehen konnte, dann nur, weil es nicht möglich war. Wie können sie nur glauben, dass ich ihm so etwas antun würde, nachdem wir so lange Seite an Seite bei Barca gearbeitet haben? Das ist schlechter Stil."

Vilanova sei der richtige Trainer für die Blaugrana, führte Guardiola weiter aus. "Wenn man sieht, was er im vergangenen Jahr geleistet hat, nämlich die Liga mit dem besten Ergebnis in der Geschichte Barcelonas zu gewinnen, zeigt das doch eindeutig, ob er dazu fähig ist oder nicht."

Auch in Sachen Neymar erklärte sich Guardiola: "Vor drei Jahren habe ich Neymar auf Wunsch von Präsident Rosell angerufen, um zu sehen, ob es die Chance gibt, ihn nach Barcelona zu holen. Danach haben wir uns einmal zufällig auf einer FIFA-Gala in Zürich getroffen. Wir sprachen dabei über Fußball und seine Karriere bei Santos. Als ich wusste, dass ich Bayern-Trainer werden würde, habe ich noch einmal mit ihm gesprochen, um zu erfahren, ob sich seine Situation geändert habe." Was nicht der Fall war,. Also, so der 42-Jährige: "Ich traf ihn und seinen Vater in New York und nach fünf Minuten wusste ich, dass er nach Barcelona gehen wollte."

Am Ende unterstrich er, wie stark der Bruch mit Barca sei: "Ich muss niemandem etwas beweisen, sie sollen mich einfach in Ruhe lassen. Wenn ich mit Johann Cruyff essen gehen möchte, dann tue ich das. Ich schulde niemandem etwas. Sie sollen sich auf ihre Arbeit konzentrieren."

Sein Schlusswort, das verrät, wie strak seine Liebe zum Klub, aber nicht zu den Personen ist: "Ich hoffe, dass Barcelona immer erfolgreich sein wird, aber es sind Dinge vorgefallen, die ich nie vergessen werde."

Holt er auch deshalb, als eine Art Rache oder Vergeltung, Thiago Alcántara?

 

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