Pendler verärgert Grippewelle erfasst Lokführer: Viele Zugausfälle

Viele Agilis-Züge entfallen. Foto: agilis/Bastian Winter

Bis zum 9. März kann die private Bahnfirma Agilis ihren aktuellen Terminplan nicht einhalten - weil zu viele Mitarbeiter krank sind.

 

Landshut - Reichlich Ärger für Pendler aus Landshut und Umgebung: Seit einer Woche häufen sich bei Agilis die Zugausfälle - zwischen Ingolstadt Nord und Abensberg, zwischen Regensburg Hauptbahnhof und Regensburg Prüfening, außerdem zwischen Neufahrn und Landshut sowie in der Gegenrichtung. Jetzt ist auch klar, warum.

"Die Züge müssen entfallen - die Grippewelle hat auch vor Agilis keinen Halt gemacht", erklärt Katharina Ziegler, Pressesprecherin des Unternehmens, auf Anfrage der Abendzeitung.

Betroffen seien viele Lokführer. "Wir haben einen unerwartet hohen Krankenstand", sagte Katharina Ziegler. Wie der Personalmangel jetzt gemanagt wird? Die Arbeitszeiten Lokführer sind sowohl durch betriebliche Vorschriften und Arbeitsschutzgesetze als auch tarifvertraglich geregelt. So müssen beispielsweise bestimmte Ruhezeiten eingehalten werden, weswegen nicht in allen Fällen die krankheitsbedingten Ausfälle kurzfristig abgefangen werden könnten. Ziegler: "Im konkreten Fall müssen aufgrund der Ruhezeiten unserer Lokführer Züge entfallen und teilweise durch Busse ersetzt werden."

Bus-Ersatzverkehr bis zum 9. März geplant

Agilis bemüht sich jetzt durch langfristige Planung und einen ausreichenden Puffer, eventuell Ausfälle so gering wie möglich zu halten, heißt es. Das Unternehmen setzt in solchen Fällen, laut Katharina Ziegler, zum Beispiel auch Mitarbeiter aus anderen Bereichen ein, die Lokführer sind.

Da es weiterhin zu Ausfällen kommen wird, will Agilis dafür sorgen, dass die Fahrgäste jederzeit darüber informiert werden. Am besten über die Agilis- oder aber auch die Bahn-Homepage sowie über Facebook.

Der Bus-Ersatzverkehr fährt vorerst bis zum 9. März. Ob das dann schon das Ende ist oder es doch noch länger dauert? "Das ist grundsätzlich nicht auszuschließen, derzeit gehen wir aber nicht davon aus", sagte Katharina Ziegler.

Infos auf: www.agilis.de und www.bahn.de

 

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