Peinliche PR-Panne Adidas entschuldigt sich für "Überlebens"-Email

"Du hast den Boston-Marathon überlebt": Diesen Emailbetreff schickte Adidas an alle Teilnehmer. Tags darauf entschuldigte sich das Unternehmen. Foto: Charles Krupa/AP/dpa/Twitter

Peinliche PR-Panne bei Adidas: Der Konzern gratulierte allen Kunden, die 2017 am Boston-Marathon teilnahmen "zum Überleben". Jetzt hat sich das Unternehmen kleinlaut entschuldigt.

 

Herzogenaurach - Konzern- oder Firmennewsletter sind oft unpersönlich. Nicht so bei Adidas am Montag. Der Konzern schickte allen 26.492 Teilnehmer des Boston Marathons, die das Ziel erreicht hatten, eine Email. In der Betreffzeile stand: "Glückwunsch, du hast den Boston-Marathon überlebt".

Der Herzogenauracher Konzern ist einer der Sponsoren des Marathons, hatte deswegen wohl auch die Email-Adressen aller teilnehmenden Läufer. Doch viele Empfänger fühlten sich weniger geschmeichelt als vielmehr an das Attentat auf den Boston-Marathon im Jahr 2013 erinnert, vor allem auf Facebook und Twitter hagelte es Kritik.

Am 15. April 2013 hatten die Zarnajew-Brüder zwei Bomben im Zielbereich des Marathons platziert und gezündet. Drei Menschen starben, mehr als 260 wurden verletzt.

Adidas entschuldigt sich für "unsensible" Betreffzeile

Am Mittwoch sah dann auch das Unternehmen ein, dass die Zeile wohl nicht ganz so gut gewählt war. "Es tut uns unglaublich leid", schrieb Adidas via Twitter. "Wir haben überhaupt nicht über die unsensible Email-Betreffzeile nachgedacht". Das sei ein Fehler gewesen, "für den wir uns zutiefst entschuldigen".

Auf Twitter reagierten viele Nutzer positiv. "Entschuldigung angenommen" schrieben einige. Manch einer versuchte aber auch, Kapital aus der Aktion zu schlagen. "Ich fühle mich zutiefst angegriffen von der Email. Können Sie mir dafür den Yeezy Boost 350 V2 am 29. April garantieren?", fragte ein Follower.

Dabei handelt es sich um einen Sneaker, der von Kanye West designt wurde und am 29. Apirl in den USA in den Verkauf kommen soll.

 

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