"Paul" ist Schuld 2.400 Passagiere übernachteten an Berliner Flughäfen

Wieder Schlagzeilen um Berliner Flughäfen - doch diesmal ist es nicht der BER: Wegen "Paul", dem Sturmtief, das den Norden Deutschlands in Aufruhr versetzt hat, kam 2.400 Menschen nicht nach Hause.

 

Wegen des Sturmtiefs "Paul" sind in der Nacht zum Freitag an den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld hunderte Passagiere gestrandet. Etwa 2.400 Menschen mussten nach Angaben eines Flughafensprechers dort übernachten. Es kam zeitweise zu chaotischen Zuständen am Flughafen Tegel. An Schaltern versuchten viele Passagiere Auskunft über ihre Weiterreise zu bekommen, es gab lange Schlangen an den Taxiständen, die wenigen Busse ins Zentrum waren vollkommen überfüllt.

Die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH stellte nach eigenen Angaben Feldbetten, Getränke und Decken bereit. Das Unternehmen unterstützte den Angaben zufolge jedoch lediglich die Airlines, die eigentlich für eine Unterbringung zuständig seien.

Blitzschläge sorgten für Gefahr

Die Bodenabfertigung an beiden Flughäfen musste seit Donnerstagnachmittag bis Freitagvormittag mehrmals unterbrochen werden. Blitzschläge hätten sonst Mitarbeiter und Passagiere gefährden können. Insgesamt fielen am Flughafen Tegel etwa 70 Flüge aus, in Schönefeld waren etwa 20 betroffen. Allerdings ist für den Flughafenbetreiber nicht genau nachzuvollziehen, wie viele dieser Flüge wegen des Unwetters ausfielen. Auch eine genaue Zahl zu verspäteten Flügen lag zunächst nicht vor.

Der Betrieb in Berlin-Tegel lief nach Angaben eines Sprechers am Freitag von 9.00 Uhr an wieder normal, in Schönefeld flogen von 12.00 Uhr an wieder alle Maschinen nach Plan. Trotzdem wurden Reisende gebeten, sich vorher über den Status ihres Fluges zu informieren.

 

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