Passagier droht mit Bombe Bombendrohung! Flugzeug muss in München notlanden

Am Flughafen München musste eine Maschine einen Zwischenstopp einlegen, weil ein Passagier mit einer Bombe gedroht hatte. Foto: Werner Hennies

In einer Passagiermaschine, die von Brüssel nach Antalya unterwegs war, dreht ein Fluggast durch und droht mit einer Bombe. Das Flugzeug landet in München. Passagiere überwältigen den Mann.

 

München - Auf einem Linienflug von Brüssel nach Antalya randalierte am Sonntagabend ein Passagier derart heftig und drohte mit einer Bombe, dass das Passagierflugzeug in München eine außerplanmäßige Landung einlegen musste. Gegen den 50-jährigen Randalierer wurde inzwischen Haftbefehl erlassen.

Der 50-Jährige Belgier befand sich als Passagier an Bord des Flugzeugs einer türkischen Fluggesellschaft. Etwa 20 Minuten nach dem Start in Brüssel begann der Mann zu randalieren und griff dabei auch eine Flugbegleiterin an. Drei mitreisenden Passagieren gelang es schließlich den Mann zu überwältigen. Zwei der Helfer zogen sich bei der Auseinandersetzung mit dem Randalierer Prellungen zu. Nachdem der Mann auch noch mit einer Bombe gedroht hatte, landete das mit 152 Passagieren und 6 Crew-Mitgliedern besetzte Verkehrsflugzeug außerplanmäßig gegen 22:15 Uhr am Flughafen München. Dort wurde der 50-Jährige von Beamten der Polizeiinspektion Flughafen vorläufig festgenommen.

Aufgrund der geäußerten Bombendrohung verließen Passagiere und Crew das Flugzeug. Die folgende Absuche des Luftfahrzeugs nach explosiven Gegenständen verlief ergebnislos. Nachdem der Flug am Abend nicht mehr starten konnte, wurden die Passagiere in umliegenden Hotels untergebracht. Inzwischen konnte der Flug fortgesetzt werden.

Die Kriminalpolizei Erding hat die Ermittlungen zu diesem Vorfall übernommen. In seiner ersten Vernehmung äußerte sich der Beschuldigte nicht zu seinem Verhalten. Die Staatsanwaltschaft Landshut hat gegen den Mann wegen Verstoßes gegen das Luftsicherheitsgesetz, Störung d öffentl. Friedens durch Androhung von Straftaten und Körperverletzung Antrag auf Haftbefehl gestellt. Der Festgenommene wurde am Montagnachmittag dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser ordnete die Untersuchungshaft an.

 

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