Partystimmung bei 30 Grad Ed Sheeran lässt in Shorts das Olympiastadion tanzen

Ed Sheeran begeistert seine Fans auch live Foto: imago/ZUMA Press

Ed Sheeran spielt gleich zwei Konzerte im ausverkauften Olympiastadion in München. Damit dürfte nicht nur sein Traum, sondern auch der vieler Fans in Erfüllung gehen.

Vor rund einem Jahr schwärmte Ed Sheeran (27, "Divide") im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news von großen Konzerten in Deutschland: Am 29. und 30. Juli 2018 performt der Ausnahmekünstler im ausverkauften Olympiastadion in München - und zeigt wieder einmal seine Entertainer-Qualitäten.

Denn Sheeran beweist einmal mehr: Es braucht keine Background-Tänzer, aufwändiges Bühnenbild oder Mega-Performances quer durchs Publikum, um die Leute zum Tanzen, Singen und Jubeln zu bringen. Es reicht eine Gitarre, eine gute Stimme und der ewige Begleiter des Sängers: sein Loop-Pedal. Damit kann der Musiker ganz einfach mehrere Gesangs- und Gitarrensequenzen übereinanderlegen, bis ein ganzer Song entsteht.

Bestens gelaunt bei über 30 Grad

Hochsommerliche Temperaturen hielten die Fans nicht davon ab, schon in den Mittagsstunden geduldig vor dem Stadion zu warten, um einen perfekten Platz vor der Bühne zu ergattern - und dort mit den Support Acts in Stimmung zu kommen. Jamie Lawson (42, "Wasn't Expecting That") spielte eher ruhige Gitarren-Songs, die perfekt zum Sommerabend passten. Anne-Marie (27), die sich in letzter Zeit zum Dauergast in den Charts gemausert hat, sorgte dann mit ihren Hits "F.R.I.E.N.D.S." und "Ciao Adios" für Partystimmung.

Gegen 20:45 betrat endlich der eigentliche Star des Abends die Bühne. Und das so ganz ohne Starallüren, wie man es von Ed Sheeran eben gewohnt ist. In Shirt, Shorts, Sneakers und Tennissocken ließ er das Publikum vom ersten Song an, seiner Hit-Single "Castle on the Hill" aus dem aktuellen Album "Divide", lauthals mitsingen. Neben weiteren Ohrwürmern wie "Galway Girl" und natürlich "Shape of You" schlug er mit "Thinking out loud" und "Perfect", was er zwei ehemaligen Lehrern im Publikum widmete, auch ruhigere Töne an. Diese verwandelten das Olympiastadion kurzerhand in ein romantisches Blitzlichter-Meer.

Deutsche Fans sind besonders treu

Vor allem die ruhigeren Songs spiele er in Deutschland besonders gern, erklärte der Sänger auf der Bühne. Denn das deutsche Publikum wisse, in solchen Momenten still zu bleiben und den Moment zu genießen. Außerdem haben seine deutschen Fans einen ganz besonderen Stellenwert für ihn. Denn es sei zwar schwer, die Deutschen für sich zu begeistern, doch wenn sie dann überzeugt seien, stünden sie immer hinter einem - egal, wie gut oder schlecht die Songs sind, witzelte Sheeran auf der Bühne in einer seiner vielen Anekdoten, die er zwischen den Liedern erzählte.

Neben den Songs aus seinem aktuellen Album schienen aber auch seine älteren Hits wie "Don't" beim Publikum immer noch gut anzukommen. Dabei ließ er sich beim Aufbau der Songs mit seinem Loop-Pedal ganz besonders viel Zeit und die Zuschauer wurden kurzerhand zum Background-Chor - jede Textzeile saß.

Ein Klassiker als Finale

Spätestens beim großen Finale mit seinem Klassiker "Sing" ließ er nicht nur das Stadion ein letztes Mal laut singen, sondern konnte wohl auch die "Super Dads", die ihre Kinder begleiteten und die mitgeschleppten "Boyfriends" von sich überzeugen, für die er vorher noch sein Mitgefühl ausgesprochen hatte. Denn als Ed Sheeran die Bühne für die Zugabe betrat, trug er plötzlich ein Trikot der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, dazu in der Hand eine Regenbogenfahne als Zeichen für Vielfalt und Toleranz.

Nach knapp zwei Stunden voller Gesang, Jubel und Lichtermeer verabschiedete sich der Sänger endgültig von der bunt beleuchteten Bühne. Vom Olympiastadion selbst muss er sich allerdings noch nicht trennen: Am Montagabend wird er ein zweites Mal alles geben, um seine Fans mit Loop-Pedal und Gitarre mitzureißen. Auch das zweite Konzert ist bereits restlos ausverkauft.

 

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