Parteien schließen Vergleich Kühe mit Star-Trek-Spielen getötet: 50 000 Euro Strafe

Die Heuballen wurden feucht und vergammelten - die Kühe starben. Foto: dpa

Im Prozess um einen Jungen, der mit Heuballen "Star Trek" gespielt hat, was wiederum 30 Kühen das Leben kostete, haben der Landwirt und die Familie des Jungen einen Vergleich geschlossen: 50.000 Euro Schadensersatz muss die Familie zahlen.

 

München - Im Prozess um die beschädigten Maisballen eines Allgäuer Landwirts, haben der Kläger und die beklagte Familie einen Vergleich geschlossen. Der Landwirt bekommt 50.000 Euro Schadensersatz, zudem zahlen sie 15 Prozent der Gerichtskosten.

Was war passiert? Der Bub hatte mit einem Stock Löcher in Weideballen gemacht, der darin befindliche Mais wurde schlecht. Weil der Landwirt dies nicht bemerkte, verfütterte er den Mais an seine Rinder - kurze Zeit später waren 30 Kühe tot.

Der Landwirt aus dem Landkreis Lindau hatte das Kind und seinen Vater verklagt. Er verlangte von der Familie aus dem Großraum Stuttgart rund 170 000 Euro Schadenersatz, das Landgericht Kempten hatte die Klage des Mannes im Januar in erster Instanz abgewiesen.

Der Landwirt und die Familie des Bubs haben sich geeinigt

Jetzt haben sich beide Parteien geeinigt, die beklagte Familie zahlt dem Landwirt 50.000 Euro. Damit sind alle Ansprüche des Klägers aus dem Vorfall Ende Oktober 2013 gegenüber beiden Beklagten abgegolten und endgültig erledigt. Die Kosten des Rechtsstreits teilen sich die Partein auf.

Der Landwirt trägt 85 Prozent der Gerichtskosten, die restlichen 15 Prozent zahlt die Gegenseite.Die außergerichtlichen Kosten muss jede Seite selbst tragen.

 

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