Panorama Toyota gewinnt US-Kunden mit Rabatten zurück

Anstecker am Hemd eines Toyota-Mitarbeiters in den USA. Foto: dpa

NEW YORK - Klemmende Gaspedale hin, rutschende Fußmatten her: Toyota hat auf dem wichtigen US-Markt im März etwa ein Drittel mehr Autos als im Vorjahresmonat verkauft. Die Kunden seien zurückgekommen, sagte US-Vertriebschef Jim Lentz am Dienstag vor Eröffnung der New York Auto Show.

 

Satte Rabatte trieben die Amerikaner zu den Händlern. Damit ist Toyota nach zwei Monaten mit heftigen Absatzeinbrüchen die Trendwende gelungen - allerdings auf Kosten des Gewinns. Neben Preisnachlässen bot der japanische Hersteller eine Null-Prozent- Finanzierung, niedrige Leasingraten und obendrein noch zwei Jahre kostenlose Wartung. Bestseller war der kleine Geländewagen RAV4, dessen Verkäufe sich mit rund 22 000 Stück verdreifachten.

Mit einer Qualitätsoffensive will der Konzern auch langfristig das Vertrauen der Kunden zurückgewinnen. Normalerweise gewährt Toyota kaum Rabatte, sondern verkauft die Wagen über sein Image, zuverlässige Autos zu bauen. Der gute Ruf hatte durch die Rückrufwelle aber erheblichen Schaden genommen.

Am Donnerstag (1. April) legen die Autohersteller in den USA genaue Verkaufszahlen für März vor. Im Februar hatte sich Ford auf Rang eins vorgeschoben und damit General Motors nach Jahren vom Thron gestoßen. Toyota lag abgeschlagen auf den dritten Platz.

Experten schätzen, dass die branchenweiten Verkäufe durch Toyotas Rabattaktion auf ähnliche Höhen klettern werden wie bei der US- Abwrackprämie «Cash for Clunkers» (Bargeld für Klapperkisten) im vergangenen Jahr. Der nordamerikanische Automarkt legt schon seit Monaten kontinuierlich zu.

 

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