Osterwochenende in München Zwei Senioren bei Küchenbränden verletzt

Gleich zwei Küchenbrände würden am Osterwochenende für Senioren zur Gefahr. Foto: dpa

Gleich zweimal musste die Münchner Feuerwehr am Wochenende zu Küchenbränden ausrücken. In Giesing und in der Fasanerie hatten Senioren die Kontrolle über ihre Ostergerichte verloren.

 

München – Der erste Einsatz führte die Feuerwehr am Samstag gegen 14.15 Uhr in den Linus-Funke-Weg in der Fasanerie. Nachbarn hatten bemerkt, wie dichter, schwarzer Rauch aus dem Fenster einer Wohnung im sechsten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses drang. Nachdem sie die Feuerwehr alarmiert hatten, klopften sie an der Türe, um die Bewohnerin der Wohnung zu warnen.

Bei Eintreffen der Feuerwehr konnten sie die Dame dann im Treppenhaus an die Einsatzkräfte übergeben. Sie wurde sofort von der Besatzung eines Rettungswagens medizinisch versorgt und anschließend mit Verdacht einer Rauchgasvergiftung in eine Münchner Klinik transportiert.

Die Feuerwehr brachte anschließend an der Wohnungstüre einen Rauchschutzvorhang an, um eine Ausbreitung des Brandrauches in den Treppenraum des Mehrfamilienhauses zu vermeiden. Mit Atemschutzgeräten drangen sie dann in die Wohnung ein uns löschten die brennende Küche. Mit einem Hochleistungslüfter wurde die Wohnung anschließend entraucht.

Weitere Trupps kontrollierten das Treppenhaus und zwei weitere Wohnungen auf eine weitere Rauchausbreitung. Während der Löscharbeiten kollabierte eine zweite Dame aus dem Mehrfamilienhaus. Sie wurde ebenfalls von Einsatzkräften der Feuerwehr und einem hinzugerufen Rettungswagen medizinisch betreut, konnte aber nach ambulanter Versorgung wieder in ihre Wohnung zurückkehren.

Der entstandene Sachschaden in der Brandwohnung beträgt nach ersten Einschätzungen etwa 15.000 Euro. Zur Klärung der Brandursache hat die Polizei die Ermittlungen übernommen.

Mann rettet sich mit letzter Kraft vor Feuer in der Küche

In der Nacht auf Ostersonntag musste die Feuerwehr sich dann erneut um einen Küchenbrand kümmern. Dabei hat sich ein Bewohner in der Werinherstraße in Giesing eine schwere Rauchgasvergiftung zugezogen.

Ein Passant bemerkte gegen 1:30 Uhr Brandrauch aus der Wohnung im ersten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses und alarmierte sofort die Feuerwehr. Als die Einsatzkräfte das verrauchte Treppenhaus kontrollierten, fanden sie dort einen älteren Mann benommen am Boden liegend vor. Er wurde ins Freie gerettet und dem Rettungsdienst übergeben.

Parallel dazu ging der zweite Atemschutztrupp zur Brandbekämpfung in die Wohnung vor. Dort war das Feuer in der Küche bereits wieder erloschen. Der Brandrauch und Ruß hatte sich jedoch in der gesamten Wohnung niedergeschlagen.

Mit einem Hochleistungslüfter wurde die Wohnung und das Treppenhaus entraucht. Abschließend kontrollierte der Trupp den Brandbereich noch mit einer Wärmebildkamera.

Wie sich im Verlauf herausstellte, handelte es sich bei dem aufgefundenen Mann um den Mieter der Brandwohnung der sich mit letzter Kraft noch ins Treppenhaus schleppen konnte.

Die Höhe des Sachschadens kann noch nicht beziffert werden.

Die Feuerwehr München weißt in diesem Zusammenhang noch einmal daraufhin, wie wichtig und eventuell lebensrettend sich Rauchwarnmelder in solchen Situationen erweisen können.

 

0 Kommentare