Olympische Winterspiele 2022 Die Gegner machen mobil

Christian Hierneis und Katharina Schulze präsentieren das Plakat des NOlympia-Bündnisses. Foto: Loeper

Warum das Münchner Bündnis „NOlympia“ Winterspiele 2022 in Bayern für „völligen Irrsinn“ hält – die zentralen Argumente.

München - Die Olympia-Befürworter haben ihre Pro-Plakate schon über die ganze Stadt verteilt. Jetzt machen auch die Gegner mobil. 14 Organisationen haben sich dem Münchner Bündnis angeschlossen, das die Winterspiele 2022 von Oberbayern fernhalten möchte – darunter die Münchner Grünen, der Bund Naturschutz, ÖDP und Linke.

Knapp drei Wochen bleiben ihnen, um sich Gehör für ihre Argumente zu verschaffen. Dann müssen die Bürger in allen vier möglichen Austragungsorten entscheiden, ob sie das Sportereignis beherbergen wollen oder nicht.

Das Kräfteverhältnis in diesem Meinungsstreit ist unausgewogen. Nicht nur dass die Befürworter ihre Ansichten gleich mit den Wahlunterlagen an jeden Haushalt geschickt haben. Auch in finanzieller Hinsicht sind die Gegner heillos unterlegen. Die Münchner Grünen-Chefin Katharina Schulze sagt: „Wir sind im Vergleich zu den Befürwortern sehr arm.“ Das Budget liege bei 35 000 Euro. Der anderen Seite stünden dem Vernehmen nach drei Millionen Euro zur Verfügung.

Trotzdem gibt sich Schulze zuversichtlich: „Wir sind natürlich sehr optimistisch.“ Und auch NOlympia-Sprecher Christian Hierneis meint: „Die Stimmung ist auf unserer Seite.“

Kommt am 10. November auch nur bei einem der vier Entscheide eine Mehrheit gegen die Spiele zustande, ist die Bewerbung geplatzt. Neben den Münchnern sind die Menschen in Garmisch-Partenkirchen sowie den Landkreisen Berchtesgadener Land und Traunstein gefragt.

Mit Plakaten und Flyern will das Münchner Aktionsbündnis ab sofort seine Sichtweise unters Volk bringen. Fünf zentrale Argumente werden ins Feld geführt.

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