Olympiabewerbung 2022 Olympia: Münchner Grünen sagen nein

Wie ein Rathaus-Reporter dabei sein, wenn der Stadtrat debattiert. Foto: ho

Die Stadtversammlung spricht sich gegen die Spiele 2022 aus – Nur zwei Mitglieder stimmten für die Olympia-Bewerbung.

München - Olmpi-Nein! Während die Münchner Bürger erst beim Bürgerentscheid am 10. November zur Olympia-Abstimmung aufgerufen sind, haben sich die Münchner Grünen bereits bei ihrer Stadtversammlung am Donnerstagabend mit großer Mehrheit gegen Olympische Winterspiele 2022 in München ausgesprochen.

Bei nur zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung hat die Versammlung beschlossen, dass die Grünen sich weiter im Bündnis „NOlympia München“ engagieren und für die Kampagne zum Bürgerentscheid am 10. November 5000 Euro zur Verfügung stellen.

Dazu erklärt Sebastian Weisenburger, Vorsitzender der Münchner Grünen: „In den nächsten Wochen sind Kreativität und Einsatz gefragt, damit die Münchnerinnen und Münchner am 10. November gegen die Olympia-Bewerbung stimmen. Mit der Materialschlacht der Befürworter können wir ohnehin nicht mithalten, das zeigt schon der Vergleich der Zahlen.“

Und weiter: „Angeblich werden die Befürworter 750000 Euro in die Kampagne stecken, da nehmen sich 5000 von uns Grünen im Vergleich als kleiner Betrag aus. Aber wir haben schon bei der Kampagne gegen die 3. Startbahn gesehen, dass nicht Geld den Bürgerentscheid gewinnt, sondern die besseren Argumente."

Katharina Schulze, Vorsitzende der Münchner Grünen meint: „Die Gründe gegen die Bewerbung Münchens für die Winterspiele 2022 liegen auf der Hand: Die Gefahr riesiger Schuldenberge für die Austragungsorte, die Knebelverträge des IOC, der Klimawandel insbesondere in den Alpen und ein Wachstumswahn, der einer Boomstadt wie München nicht gut bekommt.

Ich freue mich, dass die große Mehrheit der Partei diese Argumente teilt und bereit ist auf der Straße für unsere Position in den nächsten Wochen zu werben!“

 

9 Kommentare